• 24.08.2026, 11:20:32
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FPÖ – Brückl: „Rekord bei Sommerschule zeigt massive Defizite im Bildungssystem auf!“

Statt kurzfristiger Maßnahmen braucht es nachhaltige Lösungen im Regelunterricht und eine ehrliche Debatte über die Ursachen der Lernschwächen

Wien (OTS) - 

Anlässlich des Starts der Sommerschule mit einer Rekordteilnehmerzahl von 58.000 Schülern äußerte sich heute der freiheitliche Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl, MA kritisch zur Darstellung der Regierung. Die hohen Anmeldezahlen seien weniger ein Grund zum Jubeln, sondern vielmehr ein klares Indiz für gravierende Mängel im österreichischen Bildungssystem. „Wenn Zehntausende Kinder die Ferien für Nachhilfe benötigen, dann ist das ein Alarmsignal. Es zeigt, dass das Regelschulsystem offenbar nicht mehr in der Lage ist, allen Schülern die notwendigen Grundkompetenzen während des Schuljahres zu vermitteln.“

Besonders aufschlussreich seien laut Brückl die Aussagen des NEOS-Ministers Wiederkehr, der selbst einräume, dass der Lernfortschritt stark von der Herkunft und der Erstsprache der Schüler abhänge. „Hier wird offen zugegeben, dass unser Schulsystem mit den Folgen einer verfehlten Integrationspolitik überfordert ist. Die Sommerschule wird damit zu einem notwendigen Korrektiv für die Versäumnisse, die über Jahre hinweg gemacht wurden. Sie ist eine teure, aber kurzfristige Symptombekämpfung, anstatt die Probleme an der Wurzel zu packen“, so Brückl.

Der freiheitliche Bildungssprecher gab zu bedenken, dass die für die Sommerschule aufgewendeten Ressourcen im regulären Unterricht dringend benötigt würden. „Diese Mittel wären besser in kleinere Klassen, gezielte Förderstunden während des Schuljahres und eine bessere Ausstattung der Schulen investiert. Wir brauchen nachhaltige Strukturen, die sicherstellen, dass Kinder gar nicht erst so große Defizite aufbauen, dass sie in den Ferien die Schulbank drücken müssen.“

„Anstatt Jahr für Jahr teure Sommerkurse als Allheilmittel zu präsentieren, braucht es eine ehrliche Bestandsaufnahme und nachhaltige Reformen. Der Fokus muss auf einer konsequenten Sprachförderung von Anfang an und der Stärkung des Regelunterrichts liegen. Nur so schaffen wir echte Chancengerechtigkeit und ein Bildungssystem, das den Namen auch verdient“, betonte Brückl.

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