• 24.08.2026, 10:18:32
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FPÖ – Hammerl/Schmiedlechner: „Totschnig entlarvt Absurdität der eigenen Klimarechnung – Wald wird plötzlich zur ‚CO₂-Schleuder!‘“

ÖVP-Minister bestätigt selbst, dass der Wald als verlässlicher CO₂-Speicher ausfällt, trotzdem will Regierung Klimaneutralität 2040 gesetzlich festschreiben

Wien (OTS) - 

Die Bundesregierung hat sich darauf geeinigt, die Klimaneutralität 2040 gesetzlich zu verankern. Wie fragwürdig die Grundlage dieser Entscheidung ist, zeigt ausgerechnet eine Anfragebeantwortung von ÖVP-Landwirtschafts- und Klimaminister Totschnig an FPÖ-Nationalratsabgeordneten Paul Hammerl. Jahrelang war der Wald eine tragende Säule der Klimarechnung, weil ihm große Mengen an aufgenommenem CO₂ gutgeschrieben wurden. Nun bestätigt Totschnig selbst, dass der Wald in einzelnen Jahren rechnerisch mehr CO₂ abgibt als aufnimmt. Aus dem CO₂-Speicher wird plötzlich eine „CO₂-Schleuder“.

„Spätestens daran sieht man, wie absurd dieses System aus CO₂-Bilanzen und Zielpfaden geworden ist. Und genau jetzt will die Bundesregierung auf dieser Grundlage das 2040-Ziel gesetzlich zementieren und damit Kosten von bis zu 178,7 Milliarden Euro verursachen“, kritisierten die FPÖ-Nationalratsabgeordneten Paul Hammerl und FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner.

Der Wald ist eine zentrale Größe der österreichischen Klimabilanz. Wird ihm weniger CO₂-Speicherung angerechnet, müssen die fehlenden Mengen anderswo eingespart werden. Das geht nur durch zusätzliche Belastungen für Industrie, Verkehr, Heizen und Landwirtschaft. Hammerl fragte Totschnig daher konkret nach den zusätzlichen Kosten und Belastungen sowie nach einem Plan B. Die Antwort: keine konkrete Zahl, kein Szenario und kein Plan B.

„Totschnig kann nicht sagen, was passiert, wenn eine zentrale Säule der eigenen Klimarechnung wegbricht. Gleichzeitig stimmt er einem Gesetz zu, das genau dieses Ziel festschreiben soll. Die Regierung beschließt zuerst die Klimaneutralität 2040 und will erst bis Ende 2027 erklären, wie sie überhaupt erreicht werden soll“, so Hammerl.

Schmiedlechner verwies auf die tatsächlichen Herausforderungen für die heimischen Wälder: „Unsere Waldbauern kämpfen mit Trockenheit, Borkenkäfer, Unwettern und Schadholz. Sie brauchen Unterstützung bei Wiederbewaldung und Waldpflege, aber keine Klimabuchhaltung, die aus unserem Wald plötzlich einen politischen Problemfall macht.“

Gleichzeitig stehe die Industrie bereits massiv unter Druck. Laut WKO-Industrieradar 2026 nennt jeder vierte Industriebetrieb Abwanderungen als mögliche Maßnahme innerhalb der kommenden 24 Monate. Rund 37.000 Industriearbeitsplätze seien bereits verloren gegangen.

„Während Arbeitsplätze verschwinden und Betriebe über Abwanderung nachdenken, einigt sich die Regierung auf einen bis zu 178,7 Milliarden Euro teuren Klimasonderweg. Das ist Gold-Plating auf Kosten unseres Wirtschaftsstandortes, unserer Bauern, unserer Bürger und der kommenden Generationen“, erklärte Hammerl.

Die Freiheitlichen fordern daher, die gesetzliche Verankerung der Klimaneutralität 2040 fallen zu lassen und sich auf EU-Ebene für eine Abkehr vom Klimaneutralitätsziel 2050 einzusetzen. „Wenn selbst der Wald zur CO₂-Schleuder gerechnet wird und der Minister keinen Plan B hat, darf man kein milliardenschweres Klimaziel blind gesetzlich zementieren“, betonten Hammerl und Schmiedlechner abschließend.

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