• 20.08.2026, 16:31:02
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FPÖ – Ecker: „Schumann erklärt Sexarbeiter für abgesichert, weiß aber nicht, wie viele überhaupt versichert sind!“

Regierung kennt zentrale Schutzlücken nicht – 5.386 registrierte Sexarbeiter, 41 Opfer sexueller Ausbeutung, aber keine belastbaren Daten zu Versicherung und Kontrollen

Wien (OTS) - 

„So sieht Regierungspolitik aus: Sozialministerin Schumann erklärt die sozialversicherungsrechtliche Absicherung von Sexarbeitern für sichergestellt. Gleichzeitig weiß ihr Ressort nicht, wie viele überhaupt bei der SVS versichert sind, wie viele durchgehend kranken-, unfall- und pensionsversichert sind und wie viele ohne ausreichenden Versicherungsschutz arbeiten“, kritisierte heute FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Rosa Ecker in Bezug auf eine entsprechende Anfragebeantwortung der Ministerin.

2025 waren in Österreich 5.386 Sexarbeiter registriert. Allein in Wien waren es 2.846, in Oberösterreich 650. Trotzdem liegen dem Sozialministerium keine Zahlen zur tatsächlichen Versicherungssituation vor. Gleichzeitig bezeichnet Schumann die Situation der Betroffenen selbst als „prekär“, konkrete spezielle Maßnahmen ihres Ressorts für 2026 und 2027 sind aber nicht vorgesehen. „Eine Ministerin kann nicht einerseits von gesicherter Absicherung sprechen und andererseits bei den wichtigsten Zahlen passen. Wer nicht weiß, wie viele Menschen tatsächlich versichert sind, kann auch nicht behaupten, dass das System funktioniert“, so Ecker.

Auch ÖVP-Innenminister Karner bleibe Antworten schuldig. 2025 gab es 1.260 Anzeigen wegen illegaler Prostitution. Im selben Jahr wurden 41 Opfer von Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung identifiziert, davon 26 kolumbianische Frauen. Gleichzeitig kann das Innenministerium nicht sagen, wie viele Rotlichtkontrollen tatsächlich durchgeführt wurden. Eine entsprechende Statistik werde nicht geführt.

„Menschenhandel, Zwang und sexuelle Ausbeutung müssen konsequent verfolgt werden. Aber freiwillige legale Sexarbeit darf nicht mit kriminellen Strukturen gleichgesetzt werden. Wer legal arbeitet, braucht Rechtssicherheit, Sozialversicherung und Schutz vor Ausbeutung. Genau dort hat diese Bundesregierung blinde Flecken“, erklärte Ecker.

„Wir wollen wissen, wer tatsächlich versichert ist, wie oft kontrolliert wird und was von den angekündigten Verbesserungen wirklich umgesetzt wurde. Allgemeine Phrasen reichen nicht. Politik muss für die betroffenen Frauen gemacht werden und nicht an ihnen vorbei“, so Ecker abschließend.

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