• 20.08.2026, 06:00:43
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Greenpeace-Analyse: Massiv gestiegene Hitzebelastung in Städten mit zu wenig Grün

Hitzebelastung in vielen Städten heuer bereits höher als im Vorjahr – Greenpeace fordert Begrünungsoffensive in Städten und Renaturierungsmilliarde von Umweltminister Totschnig

Wien (OTS) - 

Laut einer neuen Greenpeace-Analyse erreicht die Hitzebelastung in 16 der 80 bevölkerungsreichsten Städte dieses Jahr die höchste Stufe. Denn in zahlreichen Städten wurde die Gesamtzahl der Hitzetage aus 2025 bereits bis 1. August erreicht oder überschritten. Gleichzeitig fehlt in vielen dieser Städte kühlendes Grün im Stadtzentrum. Besonders besorgniserregend ist die Lage in Vorarlberg, wo inzwischen vergleichsweise viele Städte wie Dornbirn, Feldkirch oder Bregenz unter einer sehr hohen Hitzebelastung leiden. Genau dort ist der Grünanteil teils besonders gering. Greenpeace fordert von den Stadtregierungen die Unterzeichnung der NaturStadt-Garantie, um verbindlich mehr Grün in die Städte zu bringen. Damit dies gelingt, muss Umweltminister Norbert Totschnig jetzt eine Renaturierungsmilliarde für städtische Begrünungsmaßnahmen bereitstellen.

Melanie Ebner, Expertin für Boden- und Naturschutz bei Greenpeace Österreich: “Die Hitzebelastung in Städten steigt immer weiter. Das ist keine Ausnahme, sondern ein langfristiger Trend. Dieser Sommer zeigt wieder sehr deutlich, wie dringend Städte in Österreich mehr Grün brauchen. Der Großteil der österreichischen Städte ist aber schlecht gegen Extremhitze gewappnet. Stadtgrün ist kein nettes Extra, sondern eine Frage des Überlebens. Denn Baumschatten und kühle Parks sichern die Bewohnbarkeit unserer Städte. Mehr Natur ist unverzichtbar, um Extremwetter lokal abzufedern.”

Höchste Hitzebelastung in Vorarlberg und im Osten Österreichs
Unter innerstädtischer Hitzebelastung leiden vor allem Städte im Osten Österreichs. Neben diesen leiden 2026 vor allem Vorarlberger Gemeinden (Bludenz, Dornbirn, Rankweil, Lustenau) sowie Wolfsberg und Lienz unter einer hohen Anzahl sogenannter Hitzetage, also Tage mit Temperaturen über 30 Grad. Die Ausgangslage in den Zentren unterscheidet sich jedoch drastisch: Während Lustenau und Rankweil mit über 45 % Grünanteil vergleichsweise gut gegen die Hitze gerüstet sind, trifft die extreme Hitze in Wolfsberg (17,5 Prozent Grün) und Lienz (18,9 Prozent Grün) auf weitgehend versiegelte Stadtkerne.

Große Unterschiede im urbanen Raum
Wels, St. Veit, Völkermarkt und Innsbruck weisen eine hohe Hitzebelastung (Stufe 4 von 5) auf. Auch Villach hatte 2026 bereits 33 Hitzetage und das bei nur 26,3 Prozent Grünanteil im Stadtzentrum. Etwas entspannter ist die Lage in Orten wie Groß-Enzersdorf (30 Hitzetage) und Steyr (30 Hitzetage): Obwohl auch sie in diesem Jahr bereits eine hohe Hitzebelastung hatten, puffert ein solider Grünanteil von über 45 Prozent im Stadtkern die Sommerhitze zumindest teilweise ab.

Greenpeace fordert von den Stadtregierungen eine Unterzeichnung der NaturStadt-Garantie. Mit einer Unterschrift verpflichten sich die Gemeinden zu verbindlichen Schritten, um den Grünanteil vor Ort zu erhöhen. Krems hat als erste Stadt die NaturStadt-Garantie bereits unterzeichnet und beweist, dass Veränderung möglich ist. Für ein rasches Ergrünen österreichischer Städte muss Minister Totschnig dringend eine zweckgebundene Renaturierungsmilliarde für die Städte und Gemeinden bereitstellen.

Hier finden Sie die gesamte Analyse: act.gp/Analyse-Hitze-Grünanteil2026
Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie hier: act.gp/Hitzecheck-Städte2026
Unter Angabe der Credits stehen die Fotos kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

Inhalte auf einen Blick

  • Thema / Anlass: Neue Greenpeace-Analyse zeigt eine gestiegene Hitzebelastung in Österreichs Städten bei gleichzeitig unzureichendem Grünanteil.
  • Ergebnis: In 16 der 80 bevölkerungsreichsten Städte erreicht die Hitzebelastung 2026 bereits mit Ende Juli die höchste Stufe 5. Städte in Vorarlberg und im Süden Österreichs sind besonders betroffen, bei teils sehr geringem Grünanteil in den Stadtzentren.
  • Hauptforderung: Stadtregierungen sollen NaturStadt-Garantie für mehr Begrünung unterzeichnen. Umweltminister Totschnig muss eine Renaturierungsmilliarde bereitstellen.
  • Adressat:in: Österreichische Stadtregierungen und Umweltminister Norbert Totschnig.
  • Quelle / Material: Greenpeace Österreich / act.gp/Hitzecheck-Städte2026

Rückfragen & Kontakt

Melanie Ebner
Expertin für Bodenschutz & Naturschutz
Greenpeace in Österreich
Tel.: +43 (0) 664 46 15 019
E-Mail: [email protected]

Magnus Reinel
Pressesprecher
Greenpeace in Österreich
Tel.: + 43 (0) 664 8817 2210
E-Mail: [email protected]

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