• 19.08.2026, 15:59:02
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Greenpeace zu Klimagesetz: Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung müssen Klimablockade beenden

Umweltschutzorganisation fordert verbindliches Klimaneutralitätsziel 2040 und klaren Treibhausgas-Reduktionspfad

Wien (OTS) - 

Anlässlich der aktuellen Diskussion rund um das Klimagesetz fordert Greenpeace Wirtschaftskammer (WKO) und Industriellenvereinigung (IV) auf, ihre Blockade zu beenden. Die Klimakrise ist eine der größten wirtschaftlichen Bedrohungen für Österreich, während Klimaschutzmaßnahmen und die Anpassung an ihre Folgen weiterhin viel zu langsam voranschreiten. Allein in der Landwirtschaft werden heuer aufgrund von beispielloser Dürre und Hitze Ernteschäden von rund einer Milliarde Euro erwartet. Ein starkes Klimagesetz ist daher dringender denn je: Es muss Österreich auf einen verbindlichen Pfad zur Klimaneutralität bis 2040 bringen. Die ÖVP darf sich nicht länger von WKO und IV beim Klimaschutz ausbremsen lassen. NEOS und SPÖ wiederum dürfen sich nicht auf einen Minimalkompromiss einlassen. Zentral sind ein verbindlich verankertes Klimaneutralitätsziel 2040 samt konkretem Zielpfad sowie ein wirksamer Zugang zu Gerichten – Anforderungen, die sich auch aus dem EGMR-Urteil im Fall Verein KlimaSeniorinnen ergeben.

Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in Österreich:
„Die Klimakrise ist längst eine wirtschaftliche Realität. Wenn allein heuer in der Landwirtschaft Schäden in Milliardenhöhe drohen, kann es keine Ausreden und keine weiteren Verzögerungen geben. WKO und IV müssen ihre Blockade beenden und den Weg für ein starkes Klimagesetz freimachen. Dieses muss das Klimaneutralitätsziel 2040 verankern und mit einem konkreten Zielpfad hinterlegt sein. Klimaminister Norbert Totschnig muss aufhören, die Marionette der Wirtschaftslobby zu spielen. NEOS und SPÖ dürfen nicht nachgeben, sondern müssen jetzt nachbessern und ein Klimagesetz beschließen, das Österreichs Fortschritt beim Klimaschutz und Anpassung an die Wetterextreme garantiert.”

Rechtliche Leitlinien durch EGMR-Urteil
Für den Entwurf des Klimagesetzes gibt es rechtliche Leitlinien. ÖKOBÜRO hat im Auftrag von Greenpeace analysiert, was das bahnbrechende Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte im Fall Verein KlimaSeniorinnen für Österreich bedeutet. Das gegen die Schweiz ergangene Urteil, das das Land zum wirksamen Klimaschutz verpflichtet, ist richtungsweisend für alle Vertragsstaaten des Europarats - so auch für Österreich. Das Klimagesetz muss demnach Klimaneutralität bis 2040 und einen entsprechenden Zielpfad verankern. Es muss zudem klare Sektorziele und einen Ausstiegspfad aus fossiler Energie festlegen, rasche Treibhausgasprognosen vorsehen und den Handel mit internationalen Zertifikaten ausschließen. Ebenso muss es Umweltschutzorganisationen und Bürgern und Bürgerinnen einen wirksamen Zugang zu Gerichten ermöglichen.

Rechtliches Hintergrundpapier: https://act.gp/Rechtliches_Hintergrundpapier

Greenpeace-Anforderungen an das Klimagesetz: https://act.gp/Greenpeace_Forderungen

Inhalte auf einen Blick

  • Thema / Anlass: Anlässlich der aktuellen Diskussion rund um das Klimagesetz fordert Greenpeace das Ende der Blockadehaltung von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung.
  • Datenbasis / Ergebnis: Allein in der Landwirtschaft drohen dieses Jahr wegen extremer Dürre und Hitze Ernteschäden von rund einer Milliarde Euro.
  • Hauptforderung: Sofortiger Beschluss eines starken Klimagesetzes mit einem verbindlichen Klimaneutralitätsziel 2040, einem konkreten Reduktionspfad sowie einem wirksamen Zugang zu Gerichten.
  • Adressat: Wirtschaftskammer Österreich, Industriellenvereinigung, ÖVP, NEOS, SPÖ sowie Klimaminister Norbert Totschnig.
  • Quelle / Material: Greenpeace Österreich / Rechtliches Hintergrundpapier: https://act.gp/Rechtliches_Hintergrundpapier, Greenpeace-Anforderungen: https://act.gp/Greenpeace_Forderungen

Rückfragen & Kontakt

Jasmin Duregger
Klima- und Energieexpertin
Greenpeace Österreich
Tel: +43 (0) 664 840 3803
E-Mail: [email protected]

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