- 19.08.2026, 14:52:03
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FPÖ – Kaniak: „Steigende Anzahl an Wahlärzten ist ein klares Warnsignal für unser Kassensystem!“
Kassenmedizin muss dringend attraktiver werden, um eine Zwei-Klassen-Versorgung zu verhindern – Rahmenbedingungen für Ärzte verbessern!
Als eine „bedenkliche Entwicklung und ein klares Warnsignal“ bezeichnete heute der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak die stetig steigende Zahl von Wahlärzten in Österreich, wie medial berichtet wurde. Diese Entwicklung sei ein untrügliches Zeichen dafür, dass das öffentliche Gesundheitssystem an seine Grenzen stoße und die Regierungsparteien es verabsäumt hätten, rechtzeitig gegenzusteuern.
„Wir beobachten eine Entwicklung hin zu einer Zwei-Klassen-Medizin. Wer es sich leisten kann, sichert sich eine rasche und persönliche Behandlung beim Wahlarzt, während Kassenpatienten zunehmend mit langen Wartezeiten und einer immer kürzer bemessenen Gesprächszeit beim Arzt konfrontiert sind. Das darf in einem solidarischen Gesundheitssystem nicht zum Normalzustand werden. Hier tragen SPÖ-Gesundheitsministerin Schumann und die Regierung die volle Verantwortung dafür, diese Fehlentwicklung zu korrigieren“, so Kaniak.
Kritik übte Kaniak auch an der Rolle der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK): „Es ist ein unwürdiger Zustand, wenn die ÖGK finanziell davon profitiert, dass das Kassensystem für Patienten und Ärzte immer unattraktiver wird und die eigenen Versicherten in ihrer Region keinen oder nur unzumutbar lange auf einen Kassenarzttermin warten müssen. Anstatt die Ursachen zu bekämpfen, die Anzahl der Kassenstellen deutlich zu erhöhen und die Rahmenbedingungen für Kassenverträge zu verbessern, scheint man die Entwicklung einfach hinzunehmen. Das ist der falsche Weg und geht letztlich zulasten der Beitragszahler, die sich eine funktionierende Versorgung erwarten.“
Der FPÖ-Gesundheitssprecher stellte klar, dass die Kritik nicht den Ärzten gelte: „Die Mediziner wollen für ihre Patienten da sein, doch die starren und oft bürokratischen Vorgaben der Kassenverträge machen das zunehmend schwierig. Wir müssen die Kassenmedizin wieder zu einer attraktiven Option machen. Das bedeutet: weniger Bürokratie, eine faire und leistungsgerechte Honorierung und mehr Flexibilität in der Ausübung des Berufs. Eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung muss für alle Versicherten in Österreich zugänglich sein, unabhängig von ihrer Geldbörse. Dafür braucht es jetzt eine echte Reform und nicht nur kosmetische Korrekturen!“
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