• 18.08.2026, 14:36:02
  • /
  • OTS0102

Schallmeiner: „Katastrophenschutz muss Menschen mit Behinderungen von Anfang an mitdenken“

Grüne unterstützen Forderungen von Gleichbehandlungsanwältin Christine Steger – Katastrophe im deutschen Ahrtal 2021 zeigt dramatische Folgen fehlender Vorsorge

Wien (OTS) - 

„Christine Steger hat vollkommen recht: Wenn Menschen mit Behinderungen im Katastrophenschutz nicht von Anfang an mitgedacht werden und Warnungen oder Maßnahmen sie daher nicht rechtzeitig erreichen, kann das lebensgefährlich sein“, unterstützt der Sprecher der Grünen für Menschen mit Behinderungen, Ralph Schallmeiner, die heutigen Forderungen der Anwältin für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen.

Wie dramatisch die Folgen sein können, zeigte die Flutkatastrophe im deutschen Ahrtal 2021. In Sinzig starben zwölf Menschen mit Behinderungen in einer Einrichtung der Lebenshilfe. „Sinzig muss uns eine Mahnung sein. Wenn Warnungen nicht alle erreichen, Evakuierungen nicht auf unterschiedliche Unterstützungsbedarfe vorbereitet sind oder Menschen nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden können, dann reden wir nicht über Komfort oder Bürokratie. Dann reden wir im schlimmsten Fall über Leben und Tod“, so Schallmeiner.

Deshalb müssten Warnsysteme, Evakuierungspläne, Transporte und Notunterkünfte durchgehend barrierefrei geplant werden. Menschen mit Behinderungen und ihre Selbstvertretungsorganisationen müssten dabei von Beginn an eingebunden sein. „Menschen mit Behinderungen sind keine Fußnote im Katastrophenschutz, die vernachlässigbar ist. Sie sind Expert:innen in eigener Sache. Bund, Länder und Gemeinden müssen deshalb gemeinsam mit ihnen verbindliche Standards für einen inklusiven Katastrophenschutz entwickeln und bestehende Krisenpläne auf ihre tatsächliche Barrierefreiheit überprüfen“, fordert Schallmeiner.

„Die UN-Behindertenrechtskonvention gilt auch bei Hochwasser, Hitzewellen oder einem Blackout. Christine Steger legt hier zu Recht den Finger in die Wunde. Österreich muss aus Katastrophen wie jener im Ahrtal lernen, bevor wir selbst feststellen müssen, dass Menschen in unseren Krisenplänen vergessen wurden“, hält Schallmeiner fest.

Rückfragen & Kontakt

Grüner Klub im Parlament
Telefon: 01-401106697
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel