- 18.08.2026, 13:35:32
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Neue Studie zu Extremhitze: PVÖ fordert altersgerechten Hitzeschutz
Gerstorfer: „Hitzeschutz muss sich an den besonders Gefährdeten orientieren“ – 395 hitzeassoziierte Todesfälle allein im Juni
Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) sieht sich durch eine neue Studie in The Lancet Planetary Health in seinen Forderungen nach besserem Hitzeschutz für ältere Menschen bestätigt. Die Untersuchung zeigt: Die Gefahren extremer Hitze für Menschen über 60 wurden bisher deutlich unterschätzt. „Die Wissenschaft bestätigt, wovor wir seit Wochen warnen: Ältere Menschen brauchen besonderen Schutz. Hitzeschutz darf sich nicht daran orientieren, was junge, gesunde Menschen verkraften, sondern muss die besonders Gefährdeten in den Mittelpunkt stellen“, fordert Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ). ****
Ältere Menschen deutlich stärker gefährdet
Frühere Untersuchungen zur Belastbarkeit bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit wurden überwiegend mit jungen, gesunden Erwachsenen durchgeführt. Bei älteren Menschen ist die Fähigkeit des Körpers zur Kühlung jedoch eingeschränkt, gleichzeitig treten häufiger Vorerkrankungen auf.
Laut Studie könnten bereits bei einer globalen Erwärmung um 1,5 Grad rund 22 Prozent der über 60-Jährigen weltweit jedes Jahr mindestens einen Monat gesundheitsgefährdender Hitze ausgesetzt sein.
395 hitzeassoziierte Todesfälle im Juni
Wie akut die Gefahr bereits in Österreich ist, zeigen aktuelle Zahlen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES): Für Juni 2026 werden rund 395 hitzeassoziierte Todesfälle geschätzt.
„395 Todesfälle in einem einzigen Monat sind ein dringender Auftrag an die Politik. Wir brauchen nicht noch mehr unverbindliche Empfehlungen, sondern wirksamen und verlässlichen Schutz“, so Gerstorfer.
PVÖ fordert verbindliche Maßnahmen
Der PVÖ fordert seit Wochen verbindliche Hitzeaktionspläne in Städten und Gemeinden, österreichweit einheitliche Hitzeschutzstandards für Alten- und Pflegeheime sowie eine Offensive für klimafitte Wohnungen. Dazu kommen mehr kühle öffentliche Räume, Trinkwasserstellen und gezielte Unterstützung für alleinlebende, chronisch kranke und pflegebedürftige ältere Menschen.
„Hitze ist für viele ältere Menschen keine Frage des Komforts, sondern eine konkrete Gesundheitsgefahr. Österreich muss seine Schutzmaßnahmen konsequent an den Bedürfnissen älterer Menschen ausrichten“, so Gerstorfer abschließend.
Rückfragen & Kontakt
Pensionistenverband Österreichs
GS Christian Rösner-El-Heliebi, MSc.
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
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