- 17.08.2026, 08:00:33
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Behindertenrat: Eckpfeiler der Reform zur inklusiven Bildung stehen. Nun braucht es konkrete Verhandlungsergebnisse
Ziel der Reform muss die nachhaltige Stärkung der inklusiven Bildung und der schrittweise Abbau segregierender Strukturen sein
Der Österreichische Behindertenrat vertritt als gesetzlich verankerte Interessenvertretung 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Seit der Kritik des Behindertenrats und weiterer Organisationen der Zivilgesellschaft an der Umsetzung der Reformpläne zur inklusiven Bildung durch Herrn Bundesminister Wiederkehr Anfang Mai stehen nun die inhaltlichen Eckpfeiler. Aus Sicht des Österreichischen Behindertenrats ist erfreulich, dass es seitdem Schritte in die richtige Richtung gegeben hat.
Die Zielrichtung der Reform muss jedoch nochmals klargestellt werden: Die Stärkung des gleichberechtigten Zugangs zum allgemeinen Bildungssystems sowie der schrittweise Abbau segregierender Strukturen. Dazu bedarf es unter anderem angemessener Vorkehrungen und notwendiger bedarfsgerechter Unterstützungsleistungen für Schüler*innen mit Behinderungen in Österreich.
„Österreich verpflichtete sich mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention, ein inklusives Bildungssystem zu gewährleisten. Daran muss sich auch diese Reform messen lassen.
“, erklärt Klaus Widl, Präsident des Österreichischen Behindertenrats.
Weiterhin offene Baustellen, aber auch positive Entwicklungen
Hierfür braucht es einen Rechtsanspruch auf ein 11. und 12. Schuljahr für Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, inklusive einer rechtlichen Absicherung des Zugangs zur gesamten Sekundarstufe II. Darüber hinaus muss die Reform sicherstellen, dass inklusive Pädagogik kein Spezialthema einzelner Sonderpädagog*innen ist, im Gegenteil. Es braucht so viel inklusive Pädagogik wie möglich für alle Pädagog*innen in der Aus, Fort- und Weiterbildung.
Die Entwicklungen im Bereich der Neukonzeption des sonderpädagogischen Förderbedarfs machen derweil durchaus Grund zur Hoffnung. So sind neben der bundesweiten Vereinheitlichung vor allem der Fokus auf Prävention und eine breite sowie ehestmögliche Unterstützung der Kinder und Jugendlichen positiv zu erwähnen.
Nun braucht es konstruktive Zusammenarbeit
Damit die Reform wie anvisiert mit dem Schuljahr 2027/28 starten kann braucht es nun konkrete Verhandlungsergebnisse durch die Koalitionspartner*innen.
„Es ist jetzt an der Zeit, dass alle politisch Verantwortlichen gemeinsam an einem Strang ziehen, damit sich die Bildungschancen von Schüler*innen in Österreich im Rahmen einer inklusiven Bildung endlich substantiell verbessern.
“, unterstreicht Widl.
Rückfragen & Kontakt
Österreichischer Behindertenrat
Felix Steigmann, BA, MA
Telefon: 0660 66 84 141
E-Mail: [email protected]
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