• 12.08.2026, 10:19:02
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Gewerkschaft vida fordert Meldepflicht bei Gewalt gegen Bahnpersonal

Gewerkschaft vida begrüßt klare Haltung von Minister Hanke zu mehr Sicherheit für Bahnbeschäftigte.

Wien (OTS) - 

Nach dem Vor-Ort-Besuch von Verkehrsminister Peter Hanke am Wiener Hauptbahnhof unterstreicht die Gewerkschaft vida die Dringlichkeit konkreter Schutzmaßnahmen für das Eisenbahnpersonal. Die stellvertretende vida-Vorsitzende, Olivia Janisch, begrüßt das Bekenntnis des Ministers zu einer Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalt und jede Maßnahme, die zur Sicherheit beiträgt. Als entscheidenden Schritt fordert Janisch die rasche und verbindliche Umsetzung einer branchenweiten Meldepflicht für alle Gewaltvorfälle.

Lückenloses Lagebild als Voraussetzung für gezielten Schutz

„Wir brauchen ein vollständiges und belastbares Lagebild über die Gewaltentwicklung im Eisenbahnsektor. Nur wenn alle Eisenbahnunternehmen Vorfälle nach einheitlichen Kriterien lückenlos melden, können Schutzmaßnahmen gezielt an Problemorten und zu kritischen Zeiten gesetzt werden“, betont Olivia Janisch.

Die Definition gemäß dem vereinbarten Zehn-Punkte-Plan stellt klar: Gewalt beschränkt sich nicht nur auf körperliche Übergriffe wie Schläge, Tritte oder Bespucken, sondern umfasst explizit auch psychische Gewalt wie Bedrohungen, Beschimpfungen und Belästigungen. „Bei jeder Form von Gewalt wird eine Grenze überschritten und die Gesundheit der Beschäftigten gefährdet. Jeder gewalttätige Vorfall muss konsequent erfasst, verfolgt und sanktioniert werden“, so Janisch weiter. Ein verbindliches Melderegister sei die Basis für lagebildbasierte Bestreifungen und eine konsequente Strafverfolgung.

„Nur Menschen schützen Menschen“: Ausreichend Personal als Hauptschutz

Neben der Erfassung verlangt die vida die zügige Umsetzung des gesamten Zehn-Punkte-Plans. Dieser sieht unter anderem den Ausbau von Bodycams, bessere Alarmierungssysteme, verstärkte Zusammenarbeit mit der Polizei sowie Deeskalationstrainings vor.

Ausrüstung allein reicht laut der Gewerkschaft jedoch nicht aus. Zentraler Baustein für echte Sicherheit bleibe eine ausreichende personelle Besetzung in den Zügen und an den Bahnhöfen. „Stichschutzwesten und Bodycams sind keine Antwort auf ein generelles Sicherheitsproblem. Das Ziel muss ein sicheres Arbeitsumfeld sein – nicht, dass Beschäftigte sich aufrüsten oder Selbstverteidigungskurse besuchen müssen“, stellt Janisch klar. Sind Züge konsequent mit zwei Zugbegleiter:innen besetzt, lassen sich Konflikte frühzeitig deeskalieren und besser bewältigen.

Klaren Worten müssen Taten folgen

Die Gewerkschaft sieht in der Haltung von Verkehrsminister Hanke eine wichtige Rückendeckung für die Eisenbahner:innen, nimmt aber auch die Unternehmensführungen in die Pflicht: „Die Beschäftigten müssen darauf vertrauen können, dass Meldungen konkrete Schutzmaßnahmen auslösen und sie nicht alleine gelassen werden. Alle vereinbarten Punkte müssen jetzt rasch auf Schiene gebracht werden“, so Janisch abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Gewerkschaft vida/Öffentlichkeitsarbeit

Julia Guthan

Mobil: +43 664 6145 752

E-Mail: [email protected]

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