- 11.08.2026, 12:55:32
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Grüne/Disoski: Druck wirkt – Österreich beteiligt sich jetzt an Operation Medusa
Frauensprecherin fordert nächsten Schritt von Justizministerin Sporrer: Schutzlücke bei Vergewaltigungsvideos schließen
„Der öffentliche und politische Druck hat gewirkt: Österreich beteiligt sich jetzt doch an der internationalen Operation Medusa gegen Vergewaltigernetzwerke. Das ist ein wichtiger Schritt. Diese Netzwerke agieren grenzüberschreitend – ihnen können wir nur durch internationale Zusammenarbeit wirksam entgegentreten“, sagt die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski.
Noch vor zwei Wochen hatte Disoski scharf kritisiert, dass Österreich nicht an der von Europol koordinierten Operation teilnimmt. Mit parlamentarischen Anfragen an Innenminister Gerhard Karner und Justizministerin Anna Sporrer forderte sie Aufklärung über Österreichs Umgang mit internationalen Vergewaltigernetzwerken und bestehende Schutzlücken.
Wie die Tageszeitung ,Der Standard’ heute online berichtet, hat das Bundeskriminalamt den Beitritt Österreichs zur Operation Medusa eingeleitet.
„Innenminister Karner hat eingelenkt. Das ist gut - jetzt muss der nächste Schritt folgen. Vergewaltigungsvideos sind dokumentierte Gewalt. Wer sie besitzt oder weiterverbreitet, trägt dazu bei, dass das Leid der Betroffenen fortwirkt. Trotzdem gibt es in Österreich bis heute keinen eigenen Straftatbestand dafür“, sagt Disoski und weiter: „Jetzt ist Justizministerin Sporrer gefordert: Wir brauchen einen eigenen Straftatbestand für den Besitz und die Weitergabe solcher Videos. Diese Schutzlücke muss endlich geschlossen werden.“
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