- 10.08.2026, 16:18:02
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Voglauer/Grüne: Anhaltende Dürre gefährdet Lebensmittelversorgung
Totschnigs Zögern beim Klimaschutz ist grob fahrlässig
„Die Prognosen der Hagelversicherung sind alarmierend. Und das Problem reicht weit über Österreich hinaus. Wenn weite Teile Europas gleichzeitig unter Dürre und Ernteausfällen leiden, steigt das Risiko für unsere Lebensmittelversorgung massiv. Dann können wir fehlende Ernten nicht einfach durch Importe ersetzen“, warnt Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen.
„Dieser Sommer ist kein Ausreißer. Dürre, Hitze und Wasserknappheit werden unsere Landwirtschaft dauerhaft prägen. Wer unsere bäuerlichen Betriebe und unsere Lebensmittelversorgung schützen will, muss deshalb jetzt vorsorgen. Klimaschutz und Klimawandelanpassung sind die wichtigste Versicherung für unsere Landwirtschaft.“
Besonders besorgniserregend sei, dass die Bundesregierung die Risiken längst kenne, sagt Voglauer weiter: „Die im April präsentierte Studie zur ‚Nationalen Reserve‘ warnt ausdrücklich davor, dass bereits ein zweites Dürrejahr für Österreichs Versorgungssicherheit kritisch werden kann. Der Minister kennt diese Studie und dennoch fehlt bis heute eine Antwort darauf, wie unsere Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung krisenfester werden sollen. Totschnig darf diese Warnungen nicht länger ignorieren.“
Für Voglauer ist klar, dass es jetzt mehr braucht als kurzfristige Hilfsmaßnahmen: „Unsere Landwirtschaft muss sich an den Klimawandel anpassen und weiterentwickeln. Wir brauchen mehr biologische und vielfältige Bewirtschaftung, gesunde Böden mit hoher Wasserspeicherfähigkeit, einen konsequenten Wasserrückhalt in der Landschaft sowie endlich ein Wasserregister, um transparent zu erfassen, wo wie viel Wasser verfügbar ist und verbraucht wird.“
"Wer jetzt die Lösung in hitzeresistenten Sorten sucht und die Debatte darauf verengt, verkennt das Ausmaß des Problems. Monokulturen haben ausgedient. Wir müssen weg von einseitigen Systemen und uns stärker an den Prinzipien der Biolandwirtschaft orientieren, die Vielfalt, Bodengesundheit und Resilienz in den Mittelpunkt stellt“, fordert Voglauer.
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