- 10.08.2026, 10:41:32
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ÖGB-Kemperle: „Pensionssystem ist sicher - keine Angst um die Pensionen schüren“
Österreichs Pensionen sind finanzierbar - wer etwas anderes behauptet, lässt sich vor den Karren der Industrielobby und privater Versicherungskonzerne spannen.
„Mit einem selbst erfundenen ‚Pension Overshoot Day‘ den Jungen einzureden, ihre Pensionen seien nicht mehr finanzierbar, ist unseriös und schürt unnötige Zukunftsängste“, kritisiert ÖGB-Bundespensionist:innenvorsitzende Monika Kemperle.
„Das österreichische Pensionssystem ist sicher. Die gesetzlich vorgesehenen Bundesmittel bedeuten kein plötzliches Loch, sondern sie sind seit jeher Teil der Finanzierung unseres Umlageverfahrens“, so Kemperle. Aus dem Pensionsbudget werden nämlich nicht nur die klassischen Alterspensionen finanziert, sondern auch wichtige sozialpolitische Leistungen wie Pensionsbeiträge, die der Bund für gewisse Gruppen von Personen übernimmt, um fehlende Beitragszahlungen auszugleichen - beispielsweise für Menschen, die Kinder erziehen oder während Zeiten des Kranken- und Wochengeldbezugs.
Entscheidend für die Finanzierung sei vielmehr, wie viele Menschen in Beschäftigung sind und ob bzw. unter welchen Bedingungen sie bis zum Pensionsantritt arbeiten können.
Ältere brauchen Jobs, keine Pensionspanik
Gerade hier gebe es Handlungsbedarf: „Wer behauptet, die Pensionen seien zu teuer, muss auch darüber sprechen, warum so viele ältere Menschen aus der Arbeitslosigkeit oder dem Krankenstand in Pension gehen. Menschen über 50 brauchen bessere Chancen am Arbeitsmarkt und gute Arbeitsbedingungen, damit sie gesund bis zur Pension arbeiten können.“
Kemperle fordert daher, die Debatte über die Zukunft der Pensionen sachlich zu führen: „Wer die Pensionen der Zukunft sichern will, muss für gute und ausreichend viele Arbeitsplätze sorgen, auch für Ältere. Pensionspanik und Rechenkunststücke helfen dabei nicht. Ebenso wenig, wenn man immer wieder ein höheres, unrealistisches Pensionsantrittsalter fordert.“
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Mag. Toumaj Faragheh
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