• 09.08.2026, 10:22:02
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SPÖ-Grossmann/Regner zum Equal Pension Day: Die Lohnlücke von heute ist die Pensionslücke von morgen

SPÖ-EU-Abgeordnete fordern rasche Umsetzung der Lohntransparenzrichtlinie

Wien (OTS) - 

Anlässlich des diesjährigen Equal Pension Day am 9. August pochen die SPÖ-EU-Abgeordneten Elisabeth Grossmann und Evelyn Regner auf mehr Tempo im Kampf gegen die weiterhin viel zu große Pensionslücke zwischen Frauen und Männern. Einen zentralen Hebel sehen sie in der raschen und wirksamen Umsetzung der europäischen Lohntransparenzrichtlinie: „Ab dem 9. August ist das Pensionskonto von Frauen rein rechnerisch bereits ausgeschöpft, während jenes der Männer bis zum Jahresende weiterläuft. Mit einer Pensionslücke von 39,4 Prozent gehört Österreich weiterhin zu den europäischen Schlusslichtern bei der Pensionsgerechtigkeit. Diese Lücke fällt nicht vom Himmel. Sie ist die Endabrechnung eines Erwerbslebens, in dem Frauen weniger verdienen, häufiger in Teilzeit arbeiten und noch immer den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit übernehmen. Was Frauen während ihres Berufslebens am Gehaltszettel fehlt, fehlt ihnen später auch auf dem Pensionskonto. Die Ursachen sind seit Jahren bekannt, ebenso die Lösungen. Trotzdem bleiben die notwendigen Maßnahmen viel zu oft auf der Strecke. Wir brauchen einen konsequenten Ausbau hochwertiger und leistbarer Kinderbetreuung, eine gerechte Aufteilung der unbezahlten Sorgearbeit und endlich gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit“, so die SPÖ-EU-Abgeordneten. ****

Grossmann und Regner weiter: „Ein entscheidendes Puzzleteil im Kampf gegen die Pensionslücke ist die Schließung der Lohnlücke. Denn die Lohnlücke von heute ist die Pensionslücke von morgen. Mit der europäischen Lohntransparenzrichtlinie haben wir einen wichtigen rechtlichen Rahmen für mehr Lohngerechtigkeit geschaffen. Jetzt müssen die Mitgliedstaaten ihn endlich mit Leben füllen. Doch in vielen Ländern, darunter auch Österreich, kommt die Umsetzung nur schleppend voran. Es ist höchste Zeit, dass Wirtschaft und Industrie den Fuß von der Bremse nehmen und konstruktiv an einer praxistauglichen Lösung mitarbeiten. Die Pensionslücke lässt sich nicht erst im Alter reparieren. Wir müssen sie dort schließen, wo sie entsteht: im Erwerbsleben.“ (Schluss) jw/lw

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