- 09.08.2026, 08:09:02
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Holzleitner zum Equal Pension Day: „Frauen zahlen den Preis für ein Arbeitsleben voller Ungleichheit.“
Frauenministerin: Frauen brauchen faire Chancen und kein höheres Pensionsantrittsalter.
Heute, am 9. August, ist Equal Pension Day: Männer in Österreich haben zu diesem Zeitpunkt bereits jene Pensionssumme erreicht, die Frauen erst bis 31. Dezember erhalten. Der Tag macht jedes Jahr sichtbar, was für viele Frauen bittere Realität ist: Frauen erhalten in Österreich deutlich niedrigere Pensionen als Männer.
Für Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner ist klar: Die Ursachen liegen nicht im Pensionssystem allein, sondern in einem Arbeitsmarkt, der Frauen über Jahrzehnte benachteiligt.
„Die Pensionslücke ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis eines Arbeitslebens voller Ungleichheit. Frauen verdienen weniger, übernehmen den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit, arbeiten häufiger in Teilzeit und sind im Alter überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen. Wer ein Leben lang benachteiligt wird, darf sich am Ende nicht auch noch mit Altersarmut abfinden müssen“, betont Holzleitner.
Aktuell wird das Pensionsantrittsalter von Frauen schrittweise an jenes der Männer angeglichen. Doch die Praxis zeigt: Ein höheres Antrittsalter führt nicht automatisch zu längeren Erwerbskarrieren. Viele Frauen sind kurz vor der Pension von Arbeitslosigkeit betroffen und verlieren dadurch genau jene Jahre, die eigentlich zu einer besseren Pension beitragen sollten.
Holzleitner betont, dass die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen eine zentrale Voraussetzung für Gleichstellung ist:
„Gleiche Arbeit muss gleich bezahlt werden. Deshalb braucht es endlich echte Lohntransparenz, denn nur was sichtbar ist, kann auch konsequent bekämpft werden. Die EU-Lohntransparenzrichtlinie ist im Regierungsprogramm verankert, jetzt muss sie auch rasch und konsequent umgesetzt werden. Frauen in Österreich haben lange genug auf diese Gerechtigkeit gewartet."
Abschließend unterstreicht die Frauenministerin:
„Eine gerechte Pension beginnt mit einem gerechten Arbeitsleben, gerecht verteilter Sorgearbeit und mit gleichen Chancen für alle!”
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Florian Atzmüller
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