- 07.08.2026, 10:10:05
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Grüne/Disoski fordert Entschuldigung von BK Stocker und Reaktion von SPÖ und NEOS
„Diese Aussage ist der Soundtrack einer konservativen Politik, die Frauen seit Jahrzehnten benachteiligt“
Scharfe Kritik übt die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski, an der Aussage von Bundeskanzler Christian Stocker, Kinderbetreuung sei für ihn „keine unbezahlte Arbeit“:
„Diese Aussage ist der Soundtrack einer konservativen Politik, die Frauen seit Jahrzehnten benachteiligt. Einer Politik, die unbezahlte Sorgearbeit romantisiert und Frauen die Rechnung dafür zahlen lässt“, sagt Disoski.
„Die Rechnung für dieses Denken zahlen Frauen – jeden Monat am Gehaltszettel und später bei der Pension. Wer unbezahlte Sorgearbeit nicht ernst nimmt, kann die ökonomische Ungleichheit zwischen Frauen und Männern auch nicht ernsthaft bekämpfen. Herr Bundeskanzler, entschuldigen Sie sich bei den Frauen! Für Millionen Frauen in Österreich ist Kinderbetreuung genau das: unbezahlte Arbeit, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren würde“, sagt Disoski.
Auch Stockers Koalitionspartner nimmt Disoski in die Pflicht: „Ich will von SPÖ und NEOS wissen: Ist das auch ihr Verständnis von Kinderbetreuung? Ist das die frauenpolitische Haltung dieser Bundesregierung? Ich erwarte mir einen klaren Widerspruch.“
Die Frauensprecherin der Grünen fordert einen Rechtsanspruch auf hochwertige Kinderbildung und Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag, eine faire Verteilung unbezahlter Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern, wirksame Lohntransparenz sowie bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung in frauendominierten Berufen.
„Frauen brauchen keine Belehrungen darüber, was Arbeit ist. Sie brauchen Rahmenbedingungen, die ihnen echte Wahlfreiheit und ökonomische Unabhängigkeit ermöglichen. Sorgen Sie dafür, Herr Bundeskanzler, dass Frauen nicht länger den finanziellen Preis für jene Arbeit zahlen, die dieses Land jeden Tag am Laufen hält“, hält Disoski fest.
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