• 06.08.2026, 12:49:03
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Hitzewelle: Greenpeace und IG Milch fordern von Minister Totschnig starkes Klimagesetz und Renaturierung

Zukunft der Landwirtschaft in Gefahr - wirksame Maßnahmen statt kurzfristige Symptombekämpfung dringend gefordert

Wien (OTS) - 

Die anhaltende Rekordhitzewelle und der fehlende Regen in Österreich trocknen die heimischen Felder aus und gefährden die Landwirtschaft. Bloße Finanzspritzen werden die Ursachen der Krise nicht lösen. Anlässlich der aktuellen Hitze-Notlage fordern Greenpeace und die IG Milch (Interessengemeinschaft Österreichischer Grünland - und Rinderbauern) den zuständigen Minister Norbert Totschnig auf, seine Blockadepolitik bei Klima- und Naturschutz zu beenden. Gesunde Böden und weniger Treibhausgasemissionen sind die Basis für eine funktionierende Landwirtschaft. Der Klima- und Umweltminister muss daher ein wirksames Klimagesetz und die EU-Renaturierungsverordnung umgehend umsetzen.

Ursula Bittner, Sprecherin von Greenpeace: „Die anhaltenden Extremtemperaturen sind keine Ausnahme, sondern der alarmierende Normalzustand einer außer Kontrolle geratenen Klimakrise. Das bringt unsere Landwirtschaft in eine akute Notlage. Das Problem ist größer, als dass es sich mit schnellen Finanzspritzen lösen lässt. Minister Totschnig muss die Ärmel hochkrempeln, ein ordentliches Klimagesetz verabschieden und die Renaturierung in Österreich vorantreiben.”

Die anhaltende Hitzewelle und der fehlende Niederschlag hinterlassen Spuren wie nach einem Flächenbrand: Auf den Feldern vertrocknet das Getreide, die Wiesen für das Viehfutter dörren aus und Kühe leiden unter dem Hitzestress. Förderungen und Entschädigungszahlungen mildern zwar den ersten finanziellen Schmerz. Sie reparieren aber keine ausgelaugten Felder und tragen nicht dazu bei, dass Wasser länger im Boden gespeichert werden kann. Ohne intakte Natur und funktionierenden Wasserspeicher im Boden bricht die lokale Lebensmittelproduktion zusammen.

Gesunde Natur als Schutzschild der Höfe
Gesunde Böden wirken wie ein Schwamm. Sie saugen Wasser bei Regen auf und speichern es für heiße und trockene Tage. Genau dieser Naturschwamm kann mit der EU-Renaturierungsverordnung wieder hergestellt werden. Doch statt diesen Schutzschirm für die Landwirtschaft aufzuspannen, arbeitet Minister Totschnig daran, die Verordnung zu verwässern. Damit schwächt er die Widerstandskraft der heimischen Höfe gegen künftige Wetterextreme.

Andreas Hetzlinger, Obmann der IG Milch: „Bei vierzig Grad im Schatten leiden unsere Kühe enorm und die Wiesen werden staubtrocken. Wir Bäuerinnen und Bauern brauchen nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern eine Politik, die die Klimakrise angeht und unsere Natur schützt. Ein wirksames Klimagesetz und die EU-Renaturierungsverordnung zeigen den Weg aus der Krise. Minister Totschnig muss jetzt rasch handeln und die Zukunft unserer Landwirtschaft sichern.

Zum Schutz der Landwirtschaft und damit unserer Lebensgrundlage fordern Greenpeace und die IG Milch einen raschen Kurswechsel der Agrar-, Klima- und Umweltpolitik.

Inhalte auf einen Blick

  • Anlass: Rekord-Hitzewelle bedroht die heimische Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
  • Problem: Klima- und Umweltminister Totschnig muss Ursachen statt nur Symptome zunehmender Krisen bekämpfen
  • Hauptforderung: Beschluss eines wirksamen Klimasgesetzes und volle Umsetzung der EU-Renaturierungsverordnung
  • Adressat: Klima- und Umweltminister Norbert Totschnig
  • Quelle: Greenpeace Österreich & IG Milch

Rückfragen & Kontakt

Ursula Bittner
Sprecherin
Greenpeace Österreich
Telefon: +43 664 960 64 29 (derzeit nur Whatsapp und Signal)
E-Mail: [email protected]

Réka Tercza
Pressesprecherin
Greenpeace Österreich
Telefon: +43 664 857 45 98
E-Mail: [email protected]

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