- 06.08.2026, 09:30:50
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Equal Pension Day am 9. August: 13.800 Euro weniger Pension pro Jahr für Kärntnerinnen
Am Equal Pension Day - den 9. August 2026 - haben Männer bereits so viel Pension erhalten, wie Frauen erst bis zum Jahresende beziehen werden.
Der Equal Pension Day verdeutlicht, dass Frauen im Alter nach wie vor finanziell deutlich schlechter gestellt sind als Männer. Die Pensionslücke – der Gender Pension Gap – beträgt heuer in Kärnten 38,8 Prozent und fällt auf den 11. August 2026 (Österreich: 9. August). Männer beziehen in Kärnten durchschnittlich 2.537 Euro brutto Alterspension monatlich, Frauen hingegen lediglich 1.552 Euro brutto. Das entspricht einem monatlichen Unterschied von 985 Euro. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich daraus ein Einkommensunterschied von rund 13.800 Euro.
„Die finanzielle Benachteiligung von Frauen ist auch im Pensionsalter Realität. Trotz leichter Verbesserungen schreitet die Entwicklung viel zu langsam voran“, erklärt AK-Präsident Günther Goach und fordert, um die Pensionsschere nachhaltig zu schließen, gezielte Maßnahmen: „Neben einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie braucht es insbesondere den Ausbau hochwertiger Kinderbetreuungsangebote, eine gerechtere Verteilung unbezahlter Sorgearbeit sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Einkommens- und Erwerbschancen von Frauen. Nur so kann langfristig eine faire und existenzsichernde Altersversorgung für alle gewährleistet werden.“
„Mit dem derzeitigen Fortschritt würde es noch mehr als ein Jahrhundert dauern, bis Frauen und Männer gleich hohe Pensionen erhalten. Das ist gesellschaftspolitisch nicht akzeptabel. Es braucht entschlossene Maßnahmen, die bestehende Ungleichheiten nachhaltig abbauen“
, so Goach.
Die Ursachen für die erhebliche Pensionslücke liegen vor allem in den unterschiedlichen Erwerbsverläufen von Frauen und Männern. Michaela Eigner-Pichler, Leiterin des AK-Referats für Beruf, Familie und Gleichstellung, verweist auf strukturelle Benachteiligungen: „Frauen übernehmen nach wie vor den Großteil der Betreuungs- und Pflegearbeit. Daraus resultieren häufig längere Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitbeschäftigung und geringere Einkommen – Faktoren, die sich unmittelbar auf die Höhe der Pension auswirken.“
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