- 05.08.2026, 11:00:03
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Pröll: Österreich aktualisiert Nationalen Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen
DigComp 3.0 AT bildet KI-Kompetenzen erstmals systematisch ab, stärkt die europäische Vergleichbarkeit und schafft Grundlage für den Ausbau digitaler und KI-bezogener Kompetenzen
Österreich baut seine Digitale Kompetenzoffensive konsequent weiter aus. Nachdem der Anteil der Menschen mit digitalen Basiskompetenzen laut Eurostat zuletzt auf rund 70 Prozent gestiegen ist, folgt nun der nächste Entwicklungsschritt: Der Nationale Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen wird auf DigComp 3.0 AT aktualisiert. Die Weiterentwicklung integriert KI-Kompetenzen erstmals systematisch in alle Kompetenzbereiche, stärkt die europaweite Vergleichbarkeit von Bildungsangeboten und schafft eine gemeinsame Orientierung für den Ausbau digitaler Kompetenzen in Österreich.
„Digitale Kompetenzen sind die Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts. Wer digitale Technologien und Künstliche Intelligenz sicher, kritisch und verantwortungsvoll nutzen kann, hat bessere Chancen im Alltag, in der Bildung und im Berufsleben. Mit DigComp 3.0 AT schaffen wir eine moderne und europaweit anschlussfähige Grundlage für den Kompetenzaufbau in Österreich“, betont Staatssekretär Alexander Pröll.
Österreich schließt an europäischen Kompetenzstandard an
Die Aktualisierung folgt der europäischen Weiterentwicklung des Digital Competence Frameworks (DigComp). DigComp 3.0 ist die aktuelle Generation des europäischen Referenzrahmens für digitale Kompetenzen und reagiert auf die technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Künstlicher Intelligenz, Cybersicherheit, digitaler Teilhabe, digitalem Wohlbefinden und Nachhaltigkeit.
Mit der Übernahme von DigComp 3.0 AT stellt Österreich sicher, dass digitale Kompetenzen, Bildungsangebote und Qualifikationen künftig noch besser europaweit vergleichbar sind. Gleichzeitig werden die bisherigen österreichischen Erfahrungen aus Bildung, Arbeitsmarkt und Verwaltung berücksichtigt.
„Österreich gestaltet diesen europäischen Weg proaktiv mit. Wir übersetzen den europäischen Kompetenzrahmen in die österreichische Praxis und schaffen damit eine gemeinsame Grundlage für den Ausbau digitaler Kompetenzen in Bildung, Arbeitswelt und Gesellschaft“, so Pröll.
Gemeinsame Kompetenzsprache für ganz Österreich
Der Nationale Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen definiert, welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen Bürgerinnen und Bürger benötigen, um digitale Technologien sicher, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Er dient als gemeinsame Grundlage für Bildungsangebote, Qualifizierungsmaßnahmen und Kompetenznachweise und schafft damit Orientierung für Bildungseinrichtungen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Lernende gleichermaßen.
Mit DigComp 3.0 AT wurde das österreichische Modell an die aktuelle europäische Weiterentwicklung angepasst und gleichzeitig um österreichische Anwendungserfahrungen ergänzt. Eine wesentliche Neuerung sind mehr als 500 konkrete Lernergebnisse, die digitale Kompetenzen künftig noch präziser beschreiben und Bildungsanbietern eine verbesserte Einordnung und Entwicklung ihrer Angebote ermöglichen. Im Rahmen des von der OeAD-Geschäftsstelle Digitale Kompetenzen koordinierten Zuordnungsprozesses wurden bereits mehr als 750 Bildungsangebote dem DigComp-Modell zugeordnet. Insgesamt haben bislang 135 Bildungsanbieter in Österreich ihre Angebote zugeordnet.
KI-Kompetenzen werden Teil des digitalen Grundwissens
Mit DigComp 3.0 AT werden Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz erstmals systematisch über alle Kompetenzbereiche hinweg abgebildet. Damit trägt der Referenzrahmen den technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahre Rechnung und schafft eine gemeinsame Grundlage für den Kompetenzaufbau im KI-Zeitalter.
Konkret umfasst dies etwa die Fähigkeit,
- KI-Anwendungen sicher und verantwortungsvoll zu nutzen,
- KI-generierte Inhalte kritisch zu bewerten,
- Chancen und Risiken von KI-Systemen zu verstehen,
- Datenschutz, Transparenz und ethische Fragestellungen zu berücksichtigen,
- Mensch-KI-Zusammenarbeit wirksam einzusetzen,
- Desinformation und manipulierte Inhalte besser zu erkennen.
Österreich hat bereits früh begonnen, diese Kompetenzen systematisch aufzubauen. Mit dem im Rahmen der Digitalen Kompetenzoffensive entwickelten KI-Basiscurriculum wurde ein praxisorientierter Rahmen geschaffen, der Bürgerinnen und Bürger beim sicheren, reflektierten und produktiven Umgang mit Künstlicher Intelligenz unterstützt. Das Curriculum baut auf dem Nationalen Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen auf und ist unmittelbar an die europäischen Entwicklungen rund um DigComp und AI Literacy anschlussfähig. Es ist die Grundlage für vielfältige Bildungsangebote im Bereich KI-Kompetenzen.
„Künstliche Intelligenz wird unseren Alltag und unsere Arbeitswelt nachhaltig verändern. Deshalb ist es entscheidend, dass möglichst viele Menschen lernen, KI sicher, kritisch und produktiv einzusetzen. Mit dem KI-Basiscurriculum und dem neuen Referenzrahmen schaffen wir dafür eine gemeinsame Grundlage nach europäischen Standards und stärken die digitale Souveränität in Österreich“, so Pröll abschließend.
Rückfragen & Kontakt
Pressesprecher des Staatssekretärs
Vincenz Kriegs-Au
Telefon: +43 1/53115-0
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