• 04.08.2026, 10:09:33
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FPÖ – Deimek/Ranzmaier: „Mattles Brenner-Show endet 2043 im deutschen Abstellgleis!“

Bericht lag seit August 2025 in Berlin – Brenner-Nordzulauf weder finanziert noch rechtzeitig fertig

Wien (OTS) - 

Der Bericht zum Brenner-Nordzulauf entlarve die Transitpolitik der Tiroler ÖVP, kritisierten heute der stellvertretende FPÖ-Verkehrssprecher NAbg. DI Gerhard Deimek und FPÖ-Südtirolsprecher NAbg. Christofer Ranzmaier. Der Brenner-Basistunnel soll 2032 in Betrieb gehen, der voll leistungsfähige deutsche Zulauf aber erst 2043. Eine gesicherte Finanzierung fehle weiterhin.

„Deutschland will offenbar erst nach der Eröffnung des Basistunnels mit dem eigentlichen Bau beginnen. Damit droht eine elfjährige Kapazitätslücke. Ein Bericht an den Bundestag ist aber noch kein Baubeschluss und schon gar keine Finanzierung“, erklärte Deimek. „Österreich und Italien haben Milliarden investiert. Die Bundesregierung muss daher gemeinsam mit Italien einen verbindlichen deutschen Bau- und Finanzierungsfahrplan verlangen und das Thema im EU-Verkehrsministerrat auf die Tagesordnung setzen. Deutschland kann nicht erst 2043 liefern und erwarten, dass alle anderen die Folgen tragen“, so Deimek weiter.

Für Ranzmaier ist zugleich Mattles Inszenierung gescheitert: „Der einstimmige Beschluss des Tiroler Landtages gegen eine Verzögerung des österreichischen Zulaufs war richtig. Er ist aber kein persönlicher Erfolg Mattles und kein Persilschein für die seit Jahren ergebnislose Transitpolitik der Tiroler ÖVP.“

Der Bericht der Deutschen Bahn sei bereits im August 2025 an das deutsche Verkehrsministerium übermittelt worden. „Als Mattle im Mai 2026 seine Empörungsshow gegen Wien startete, lag der Bericht längst in Berlin. Er hat damit weder Deutschland beschleunigt noch einen einzigen Euro Finanzierung gesichert. Statt CDU und CSU unter Druck zu setzen, produzierte er einen innerösterreichischen Schaukampf“, kritisierte Ranzmaier. Mattles Linie sei zudem widersprüchlich gewesen: „Er warnte davor, Deutschland durch österreichische Verzögerungsdebatten ein Alibi zu liefern – und machte genau eine solche Debatte selbst maximal öffentlich. Richtung Wien wurde gebrüllt, Richtung Berlin und München blieb es auffällig still.“

Ranzmaier abschließend: „Die Tiroler brauchen keine weiteren ÖVP-Inszenierungen, sondern Ergebnisse. Mattles Bilanz ist glasklar: Viel Lärm in Innsbruck, kein Geld in Berlin und der deutsche Zulauf vielleicht 2043. Wer nur den Schall produziert, aber keinen Zug auf die Schiene bringt, ist kein Transit-Landeshauptmann, sondern bloß der Lautsprecher des Stillstands.“

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