• 01.08.2026, 09:33:32
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Grüne/Voglauer: Hitzewelle rollt über Österreich - Regierung lässt Menschen in der Klimakrise im Stich

Bundesregierung versagt beim Klimaschutz - Kinder, ältere Menschen und Bäuer:innen zahlen den Preis

Wien (OTS) - 

Österreich erlebt die nächste Hitzewelle. Während Kinder in überhitzten Wohnungen kaum schlafen können, ältere und pflegebedürftige Menschen in Pflegeheimen und Spitälern unter der extremen Hitze leiden, Böden austrocknen, Bäche und Quellen immer weniger Wasser führen und Bäuerinnen und Bauern um ihre Ernten bangen, bleibt die Bundesregierung beim Klimaschutz weiter untätig und verschärft damit die Folgen der Klimakrise für die Menschen in Österreich.

„Die Klimakrise ist keine Zukunftsfrage mehr. Sie brennt uns gerade den Boden unter den Füßen weg. Europa steht in Flammen, unsere Bäuerinnen und Bauern kämpfen um ihre Ernte, und trotzdem bremst die Bundesregierung den notwendigen Klimaschutz weiter aus. Austrocknende Böden, sinkende Wasserverfügbarkeit und Ernteausfälle zeigen, was verschleppter Klimaschutz unsere Lebensgrundlagen kostet. Diese Untätigkeit macht die Folgen der nächsten Hitzewelle noch schlimmer. Das ist Politik nach dem Motto: Augen zu und durch. Nur leider geht sich das bei der Klimakrise bei weitem nicht mehr aus“, sagt Landwirtschaftssprecherin der Grünen, Olga Voglauer.

Die Klimakrise trifft nicht alle gleich. Wer sich Klimaanlagen, ein gut gedämmtes Haus oder einen Rückzugsort im Grünen leisten kann, kommt leichter durch die Hitzewellen. Wer das nicht kann, ist der Hitze schutzlos ausgeliefert. Gleichzeitig trifft die Klimakrise auch den ländlichen Raum hart. Hitze und Trockenheit bedeuten weniger Ertrag, mehr Bewässerungsbedarf, steigende Kosten und immer größere Unsicherheit für bäuerliche Familienbetriebe. Unsere Bäuerinnen und Bauern sorgen täglich für unsere Lebensmittel. Klimaschutz ist deshalb die wichtigste Versicherung für eine krisenfeste Landwirtschaft und für unsere Versorgung mit regionalen Lebensmitteln. „Die Bundesregierung lässt genau jene Menschen im Stich, die den Schutz am dringendsten brauchen. Kinder, ältere Menschen und unsere Bäuerinnen und Bauern zahlen den Preis für eine Regierung, die beim Klimaschutz versagt. Das ist klimapolitisch falsch und hochgradig ungerecht“, sagt Voglauer.

Die wirksamste Antwort auf immer häufigere Hitzewellen ist konsequenter Klimaschutz. Gleichzeitig braucht es jetzt wirksame Maßnahmen, um die Menschen besser vor der Hitze zu schützen. Die Grünen fordern deshalb, dass die Bundesregierung endlich handelt. Konkret braucht es den raschen Ausbau erneuerbarer Energien sowie ein sofortiges Hitzeschutzpaket mit Klimatisierung und Beschattung für Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Pflegeheime. Darüber hinaus sind mehr Bäume, Entsiegelung und kühle öffentliche Rückzugsorte in allen Gemeinden erforderlich.

Mit einer Petition für ihren 5-Punkte-Plan gegen die Hitze erhöhen die Grünen den Druck auf die Bundesregierung. Mehr als 8.000 Menschen haben bereits unterschrieben.

„Jede weitere Hitzewelle zeigt, was verschleppter Klimaschutz für die Menschen in unserem Land bedeutet. Die gute Nachricht ist: Die Lösungen liegen alle auf dem Tisch. Wir können unsere Städte kühler machen, Kinder besser schützen und unsere Landwirtschaft stärken. Konsequenter Klimaschutz und wirksamer Hitzeschutz gehören zusammen. Dafür braucht es politischen Willen. Unser 5-Punkte-Plan zeigt, wie das gehen kann", so Voglauer.

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