- 30.07.2026, 13:33:32
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Hitze: Spitäler jetzt besser schützen!
Kaum steigen die Temperaturen, treten in Österreichs Spitälern wieder große Probleme zutage. ÖÄK-Vizepräsident Daniel von Langen fordert rasche Nachbesserung.
Die Rückkehr der Hitze mit prognostizierten Temperaturen von bis zu 39 Grad offenbart in den österreichischen Spitälern erneut große Probleme sowohl für Patientinnen und Patienten, als auch für Ärztinnen und Ärzte. „Die Auswirkungen für Patientinnen und Patienten sind enorm“, berichtet Daniel von Langen, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte: „Aus deutschen Erhebungen wissen wir, dass es alleine während der Rekord-Hitzewelle im Juni dort zu 5.100 Hitzetoten gekommen ist – besonders betroffen waren Menschen über 75 Jahren.“ Auch internationale Studien zeigen: Mit jedem Hitzetag steigen Krankenhausaufnahmen insbesondere bei älteren Menschen deutlich. Eine italienische Studie aus dem Veneto konnte nachweisen, dass es nach vier aufeinanderfolgenden heißen Tagen zu einem sprunghaften Anstieg der hitzebedingten Erkrankungen und Atemwegserkrankungen und damit auch der Hospitalisierungen kommt. Daher müsse präventiv dafür gesorgt werden, dass in den Spitälern funktionierende Klimatisierungs-Tools installiert werden und effektive Maßnahmen wie natürliche Begrünungen von Außenflächen oder ausreichend Schatten gesetzt werden, so von Langen – zum Schutz der Patientinnen und Patienten, aber auch des gesamten medizinischen Personals.
Resilienteres Gesundheitssystem nötig
In Österreich sind immer noch sind viel zu viele Stationen und Ambulanzen nicht klimatisiert. „Aus ganz Österreich mehren sich die Berichte über zu hohe Temperaturen und entsprechend belastete Arbeitsbedingungen“, sagt von Langen: „Berichtet wird etwa von nicht klimatisierten Wartebereichen, aber auch beispielsweise überhitzten Ruheräumen für das Personal, in denen man sich während des 25-Stunden-Dienstes erholen soll – sofern eine Erholungszeit möglich ist. Das ist für alle Beteiligten nicht hinnehmbar. Was dringend nötig ist, ist eine Evaluierung aller österreichischen Spitäler samt priorisierter Nachrüstung von Kühlungen“, fordert von Langen. Zudem dürfe man das Thema Stromausfälle nicht außer Acht lassen. „Sowohl Sonnenschutz als auch Klimatisierung müssen auch bei einem Blackout verfügbar sein“, so der ÖÄK-Vizepräsident. Es sei erwartbar, dass Hitzetage und vermehrte Extremwetterereignisse mehr und nicht weniger werden. „Daher muss heute etwas getan werden. Unsere Spitäler und auch unser Gesundheitssystem müssen deutlich resilienter werden, denn die Hitzetage werden künftig eher nicht weniger werden“, unterstreicht von Langen.
Hitze als Krise begreifen
„Hitze im Spital ist eine Krise. Im Krisenfall muss jeder im Spital wissen, was zu tun ist. Dazu gehören auch Hitzeschutz-Schulungen, die dazu beitragen, Patientinnen und Patienten – aber auch Ärztinnen und Ärzte – zu schützen. Denn nur gesunde, leistungsfähige Ärztinnen und Ärzte sind die Basis für gute Medizin und die optimale Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Auch bei sehr großer Hitze darf das nicht gefährdet werden“, unterstreicht der BKAÄ-Obmann.
Rückfragen & Kontakt
Österreichische Ärztekammer/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sophie Niedenzu, MSc
Telefon: 01/51406-3316
E-Mail: [email protected]
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