- 30.07.2026, 09:50:32
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FPÖ – Kaniak: „Cancel Culture gegen Republikgründer Dinghofer ist ein historischer Irrweg!“
Offener Brief von Künstlern und NGOs ignoriert historische Fakten - Dinghofer war aufrechter Demokrat und Gegner des Nationalsozialismus
Den jüngsten offenen Brief, in dem unter anderem das Mauthausen Komitee, die Katholische Aktion Oberösterreich sowie Künstler wie Elfriede Jelinek und Gerhard Haderer die Umbenennung der von nach Franz Seraph Dinghofer benannten Straße in Linz fordern, wies der oberösterreichische freiheitliche Nationalratsabgeordnete und Obmann des Dinghofer-Instituts Mag. Gerhard Kaniak heute entschieden zurück. Die darin geäußerten Vorwürfe entbehrten jeder historischen Grundlage und seien der Versuch, einen verdienten Staatsmann nachträglich zu diffamieren.
„Es ist zutiefst bedauerlich, dass sich namhafte Künstler und Organisationen vor den Karren einer unreflektierten Cancel Culture spannen lassen. Anstatt sich einem echten, wissenschaftlich fundierten Diskurs zu stellen, wird hier der Versuch unternommen, einen Gründervater unserer Republik mit falschen Behauptungen aus dem öffentlichen Raum zu tilgen. Wer Franz Dinghofer pauschal als Antisemiten verunglimpft, ignoriert bewusst die historischen Fakten und betreibt eine gefährliche Geschichtsklitterung“, erklärte Kaniak.
Dinghofer, der am 12. November 1918 die Republik Deutschösterreich von der Rampe des Parlaments ausrief, habe sich laut historischen Dokumenten stets für Toleranz eingesetzt. So habe er sich im Linzer Gemeinderat für Religionsfreiheit und den jüdischen Schächtritus starkgemacht und als Justizminister die Auslieferung des jüdischen Kommunisten Béla Kun verweigert. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten sei er 1938 unter Gewaltandrohung als Präsident des Obersten Gerichtshofes in den Zwangsruhestand versetzt worden, da er sich durch seine harte Rechtsprechung gegen Nationalsozialisten zum Feind des NS-Staates gemacht habe, welcher auch seinen Gutsbesitz enteignet hatte.
„Wenn man bedenkt, dass Dinghofer von den Nationalsozialisten aus dem Amt gejagt wurde und sich schützend vor jüdische Mitbürger gestellt hat, sind die aktuellen Vorwürfe dieser Gruppierungen geradezu absurd. Diese Cancel Culture, die blindwütig alles ausradieren will, was nicht in ein enges linkes Weltbild passt, ist ein direkter Angriff auf unsere politische Kultur“, so der Obmann des Dinghofer-Instituts.
Das Dinghofer-Institut werde auch weiterhin im Rahmen seines jährlichen Symposiums jene ehren, die sich um Wissenschaft und Demokratie verdient machen. Abschließend betonte Kaniak: „Wir lassen uns unsere identitätsstiftenden Persönlichkeiten nicht von einer moralisierenden Minderheit aberkennen. Franz Dinghofer bleibt ein Wegweiser für die freiheitliche Gesinnungsgemeinschaft und ein Mahnmal für den Wert unserer hart erkämpften Demokratie!“
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