- 30.07.2026, 09:25:32
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Ein zweites Leben für E-Auto-Batterien: Wien Energie bringt größten Second-Life-Speicher Österreichs nach Wien
Rund 400 ausgemusterte E-Auto-Batterien speichern ab sofort Sonnenstrom der PV-Anlage Rosiwalgasse – ressourcenschonende Weiterverwendung bereits produzierter Batteriemodule
Moderne E-Auto-Batterien sind langlebig – und verfügen selbst nach ihrem Einsatz im Fahrzeug noch über wertvolle Speicherkapazität. Eine kreislauforientierte Nutzung dieser verbleibenden Speicherkapazität zeigt ab sofort Wien Energie: Das Unternehmen nimmt den größten Second-Life-Batteriespeicher Österreichs in Betrieb. Mit einer Leistung von einem Megawatt und vier Megawattstunden Kapazität, speichert er ab sofort den Sonnenstrom der angrenzenden Photovoltaikanlage in der Rosiwalgasse im 23. Wiener Gemeindebezirk. Aktuell kommen im Second-Life-Speicher Batteriemodule aus Überschussbeständen zum Einsatz. Die Marktverfügbarkeit gebrauchter E-Auto-Batterien ist aktuell noch begrenzt. Mit der wachsenden Anzahl an E-Autos auf unseren Straßen, wird in einigen Jahren jedoch auch der Bestand an gebrauchten Batteriemodulen deutlich steigen. Mit dem Second-Life-Speicher schafft Wien Energie eine innovative Möglichkeit, künftig auch diese Batterien als leistungsfähige Energiespeicher sinnvoll wiederzuverwenden.
„Mit Österreichs größtem Second-Life-Batteriespeicher treiben wir die regionale Speicherung von Ökostrom in der Stadt weiter voran und setzen zugleich ein starkes Zeichen für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft. Noch funktionsfähige E-Fahrzeug-Batterien erhalten als leistungsfähiger Energiespeicher ein zweites Leben“, so Sascha Zabransky, Geschäftsführer von Wien Energie.
Second-Life-Batterien als kreislauffähige Ökostromspeicher
Im Second-Life-Speicher sind rund 400 ausgemusterte E-Auto-Batterien verbaut. Damit bringt Wien Energie den österreichweit größten Energiespeicher dieser Art nach Wien. Der Großspeicher bündelt die einzelnen Batteriemodule in einem stationären Container und steuert sie mit einem sogenannten Batterie-Management-System sicher und effizient. Ab sofort nimmt der Second-Life-Speicher den überschüssigen Sonnenstrom der PV-Anlage Rosiwalgasse auf und gibt ihn genau dann wieder ins Netz ab, wenn er gebraucht wird. Auf einer Fläche von zwei Fußballfeldern und mit rund 4.000 PV-Modulen liefert die Freiflächen-Anlage im 23. Wiener Gemeindebezirk genug Solarenergie, um umgerechnet jährlich etwa 400 Wiener Durchschnittshaushalte mit Ökostrom zu versorgen.
Im Unterschied zu herkömmlichen Energiespeichern nutzen Second-Life-Batteriespeicher „gerettete“ Batteriemodule. Auf diese Weise werden Energiewende und Kreislaufwirtschaft direkt miteinander verknüpft und wertvolle Primärrohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Nickel geschont. Second-Life-Batterien stammen entweder aus einer Überproduktion oder haben ihren ersten Lebenszyklus im E-Auto bereits hinter sich. Obwohl die Leistung gebrauchter Batterien für den Fahrzeugbetrieb nach einigen Jahren nicht mehr ausreicht, ist die verbliebene Restkapazität für die stationäre Anwendung als Energiespeicher – ohne besondere Belastungen wie ständiges Beschleunigen – oft noch bestens geeignet. Die Weiterverwendung im nachhaltigen Energiespeicher kann ihre Lebensdauer um immerhin zehn bis zwölf Jahre verlängern.
Der Second-Life-Batteriespeicher ist der erste Energiespeicher seiner Art bei Wien Energie. Die Idee für den innovativen Großspeicher wurde im Rahmen einer internen Innovations-Challenge realisiert. Planung, Betrieb und Vermarktung werden vollständig von Wien Energie umgesetzt. Gefördert wurde das Projekt vom Wiener Stadtwerke Zukunftsfonds sowie vom Klima- und Energiefonds.
Wien Energie treibt Ausbau von Energiespeichern voran
Energiespeicher sind eine Schlüsseltechnologie in der Energiewende. Mit dem wachsenden Anteil von Solar- und Windenergie im Strommix steigt auch der Bedarf an leistungsfähigen Speichern. So kann überschüssiger Ökostrom gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt, wenn Sonne und Wind nicht verfügbar sind, flexibel ins Stromnetz eingespeist werden. Als Vorreiterin in der erneuerbaren Energieproduktion investiert Wien Energie auch in die Nutzung verschiedener Speicherkonzepte. Der derzeit größte elektrochemische Speicher von Wien Energie befindet sich bei der Photovoltaikanlage Schafflerhofstraße im 22. Bezirk. Mit einer Leistung von fünf Megawatt und einer Kapazität von zwölf Megawattstunden speichert er die Sonnenenergie von Wiens größter PV-Anlage. Bis Ende diesen Jahres folgen weitere Großspeicher mit insgesamt 25 Megawatt Speicherleistung und 50 Megawattstunden Kapazität.
Bildmaterial: https://wienenergie.at/media-49
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Pressesprecherin Wien Energie
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