- 30.07.2026, 09:19:02
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Hitze, Waldbrände, Erdbeben und Krieg: Versorgung muss krisenfest sein
Arzneimittel-Vollgroßhandel rüstet sich mit Notstrom, gesicherter Kühlung, Medikamentenvorräten und alternativen Auslieferungsstandorten für den Ernstfall
Auch in Krisen und Katastrophen müssen lebenswichtige Arzneimittel zuverlässig bei den Menschen ankommen. Dafür braucht es widerstandsfähige Lager- und Lieferstrukturen, die selbst bei Stromausfällen, Extremwetterereignissen, technischen Störungen oder geopolitischen Krisen funktionsfähig bleiben.
Mit dem Resilienz kritischer Einrichtungen-Gesetz, kurz RKEG, wurde in Österreich ein neuer gesetzlicher Rahmen geschaffen, um die Versorgungssicherheit in zentralen Bereichen langfristig zu stärken. Als unverzichtbarer Bestandteil der Arzneimittelversorgung sind davon auch alle fünf Arzneimittel-Vollgroßhändler explizit erfasst.
Ein Ausfall eines Vollgroßhändlers oder mehrerer seiner Standorte hätte erhebliche Auswirkungen auf die Versorgung mit Arzneimitteln. Die in der PHAGO zusammengeschlossenen Arzneimittel-Vollgroßhändler arbeiten daher laufend daran, ihre Widerstandsfähigkeit weiter auszubauen.
„Resilienz bedeutet nicht, jedes denkbare Szenario vorherzusagen. Entscheidend ist, auch dann handlungsfähig zu bleiben, wenn die Lage unübersichtlich ist. Dafür braucht es klare Zuständigkeiten, belastbare Prozesse und geeignete technische Strukturen“
, erklärt Mila Pohl, stellvertretende Generalsekretärin der PHAGO.
Zu den zentralen Maßnahmen zählen:
Notstromaggregate samt Dieseltanks für Arzneimittellager, damit der Betrieb auch bei länger andauernden Stromausfällen aufrechterhalten werden kann.
Absicherung der Kühlung temperatursensibler Arzneimittel, um Unterbrechungen der Kühlkette zu vermeiden.
Alternative Lager- und Auslieferungsstandorte, von denen die Versorgung bei Ausfällen durch Hochwasser, Brand, Sabotage oder technische Defekte vorübergehend übernommen werden kann.
Priorisierung versorgungskritischer Arzneimittel, darunter Notfallmedikamente und Präparate für die Akutversorgung.
Bevorratung aller Arzneimittel für einen durchschnittlichen Bedarf von vier Wochen.
Physischer Schutz der Lagerstandorte, unter anderem durch personalisierte Zutrittsberechtigungen, getrennte Sicherheitszonen und die Überwachung besonders sensibler Bereiche.
Schutz vor klimabedingten Gefahren wie Hochwasser, extremer Hitze und anderen Unwetterereignissen.
Bereits während der COVID-19-Pandemie haben die Arzneimittel-Vollgroßhändler gezeigt, dass sie auch unter außergewöhnlichen Bedingungen handlungsfähig bleiben und die Versorgung aufrechterhalten können.
PHAGO-Generalsekretärin-Stellvertreterin Mila Pohl erklärt: „Wir haben bereits in der COVID-19-Pandemie sehr klar gezeigt, dass die Arzneimittel-Vollgroßhändler resilient handeln und dafür laufend in die Maßnahmen investieren. Wichtig bei diesem Gesetz ist, dass man am Ende nicht mehr Papier produziert, sondern zusätzliche Versorgungssicherheit in Österreich schafft.“
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PHAGO
Dr. Monika Vögele
Mag. Mila Pohl
Telefon: +43 (0) 1 71 72 8 794
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