• 29.07.2026, 13:12:32
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FPÖ – Kaniak: „Drohende Pensionswelle bei Ärzten erfordert sofortige Ausbildungsgarantie!“

„FPÖ fordert Ausbildungsgipfel und bundesweiten Pool für zusätzliche Ausbildungsplätze“

Wien (OTS) - 

Der aktuelle Bericht der „Kronen Zeitung“, wonach in den kommenden zehn Jahren rund 18.000 Ärztinnen und Ärzte das Pensionsalter erreichen werden, ist für den FPÖ-Gesundheitssprecher und Vorsitzenden des parlamentarischen Gesundheitsausschusses, NAbg. Mag. Gerhard Kaniak, ein weiteres alarmierendes Warnsignal für das österreichische Gesundheitssystem. Obwohl mit mehr als 53.000 Ärzten ein nomineller Höchststand erreicht wurde, warnt die Ärztekammer vor einem massiven Versorgungsengpass im öffentlichen Gesundheitswesen. Dem jährlichen Nachbesetzungsbedarf von mehr als 1.800 Ärzten stehen derzeit lediglich rund 1.300 neu ausgebildete Mediziner gegenüber.

„Diese Zahlen sind ein unüberhörbares Alarmsignal. Die schwarz-rot-pinke Verliererkoalition steuert unser Gesundheitssystem sehenden Auges in eine massive Versorgungslücke. Die Leidtragenden sind die Patientinnen und Patienten, die schon heute monatelang auf Facharzttermine oder notwendige Operationen warten müssen. Wenn jetzt nicht endlich gegengesteuert wird, droht sich diese Situation dramatisch zu verschärfen. Die wohnortnahe und flächendeckende medizinische Versorgung darf nicht zum Opfer jahrelanger politischer Untätigkeit werden“, warnte Kaniak.

Besonders kritisch bewertete der freiheitliche Gesundheitssprecher das im Bericht angesprochene „Nadelöhr“ bei der Basisausbildung in den Spitälern. Hunderte heimische Medizinabsolventen müssten monatelang auf einen Ausbildungsplatz warten, obwohl der Bedarf an Jungmedizinern aufgrund der alternden Bevölkerung und des bevorstehenden Pensionsantritts tausender Ärzte stetig wachse. „Der Gesundheitspolitik fehlt es seit Jahren an Weitsicht und an einem tragfähigen Gesamtkonzept. Österreich investiert für die Ausbildung jedes einzelnen Medizinstudenten erhebliche Steuermittel. Umso unverständlicher ist es, dass man diesen jungen Menschen nach ihrem Studienabschluss sprichwörtlich die Tür vor der Nase zuschlägt. Statt unsere hervorragend ausgebildeten Jungmediziner mit offenen Armen in das öffentliche Gesundheitssystem aufzunehmen, schickt man sie aufgrund fehlender Ausbildungsplätze in die Arbeitslosigkeit oder treibt sie geradewegs ins Ausland – insbesondere nach Deutschland oder in die Schweiz. Das ist ein untragbarer Brain Drain, den sich Österreich angesichts des Ärztemangels schlicht nicht leisten kann“, kritisierte Kaniak.

Nach Ansicht Kaniaks sei die angespannte Situation auch das Ergebnis einer Gesundheitspolitik, die sich zu sehr mit Strukturdebatten, Bürokratie und Zentralisierung beschäftige, anstatt die tatsächlichen Probleme in der Patientenversorgung zu lösen. „Die Regierung verwaltet den Mangel, anstatt ihn zu beseitigen. Während Milliarden in immer neue Verwaltungsstrukturen fließen, fehlen Ärzte in den Spitälern, Kassenordinationen bleiben unbesetzt und die Wartezeiten für die Bevölkerung werden immer länger. Gerade im ländlichen Raum verschärft sich der Ärztemangel zusehends, weil es an attraktiven Rahmenbedingungen für Kassenärzte und an einer langfristigen Personalplanung fehlt“, so Kaniak.

Um den drohenden Ärztemangel abzuwenden und die medizinische Versorgung nachhaltig sicherzustellen, fordert der FPÖ-Gesundheitssprecher rasche und konkrete Maßnahmen: „Wir brauchen umgehend einen Ausbildungsgipfel mit dem Gesundheitsministerium, den Ländern, der Ärztekammer und den Universitäten. Ziel muss eine echte Ausbildungsgarantie für alle Medizinabsolventen sein. Dafür braucht es einen bundesweiten Ausbildungspool mit ausreichend finanzierten Ausbildungsstellen sowie eine langfristige Personalstrategie, die den tatsächlichen Bedarf berücksichtigt. Gleichzeitig müssen die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen verbessert, die überbordende Bürokratie abgebaut und Kassenstellen endlich wieder attraktiver gemacht werden. Nur so können wir unsere hervorragend ausgebildeten Jungmediziner im Land halten und die medizinische Versorgung der österreichischen Bevölkerung dauerhaft sichern“, betonte Kaniak.

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