- 29.07.2026, 10:21:32
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Neuer Einkaufstest: Billigfleisch dominiert, nur jedes zehnte Produkt ist pflanzlich
Wiener Tierschutzverein/Tierschutz Austria: Billigfleisch günstiger als pflanzliche Alternativen, auch bei Grillkäse gibt es Nachholbedarf. Haltungskennzeichnung dringend nötig.
Nach dem Grillfleisch-Check hat der Wiener Tierschutzverein/Tierschutz Austria auch das Angebot an Grillkäse und pflanzlichen Grillalternativen in 19 Filialen von Billa, Billa Plus, Penny, Lidl, Hofer und Spar untersucht: Von insgesamt 796 erhobenen Grillprodukten waren 81 Prozent aus Fleisch. Grillkäse machte neun Prozent des Angebots aus und pflanzliche Alternativen rund zehn Prozent. Wer im Supermarkt nach Grillprodukten sucht, wird also noch immer vor allem an der Fleischtheke fündig.
Pflanzlich kostet, Fleisch bleibt Billigware
Auch bei der Preisgestaltung zeigt sich eine deutliche Schieflage. Das günstigste Fleischprodukt kostete im Erhebungszeitraum 3,99 Euro, die günstigste pflanzliche Grillalternative 6,61 Euro pro Kilogramm.
„Wenn Fleisch trotz Aufzucht, Fütterung, Transport und Schlachtung billiger ist als die pflanzliche Alternative, stimmt etwas nicht. Wer beim Einkaufen zu pflanzlichen Optionen greift und Tierleid vermeiden möchte, sollte dafür nicht tiefer in die Tasche greifen müssen
“, sagt Hanna Zamernik, Tierschutzpolitische Referentin für Landwirtschaft und Ernährung vom Wiener Tierschutzverein/Tierschutz Austria.
Auch beim Grillkäse zeigt der Check deutlichen Nachholbedarf. Fast 70 Prozent der Produkte stammten aus dem Ausland, mehr als die Hälfte trug kein Siegel und lediglich drei Produkte waren mit einem Tierwohlsiegel gekennzeichnet.
Große Unterschiede zwischen den Supermärkten
Beim Angebot pflanzlicher Grillalternativen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Handelsketten. Den höchsten Anteil alternativer Produkte boten Billa und Billa Plus mit 15 Prozent, knapp gefolgt von Spar mit 14 Prozent. Bei Penny wurde im Erhebungszeitraum keine einzige pflanzliche Grillalternative gefunden.
Tierschutz Austria fordert verpflichtende Kennzeichnung
„Wer bewusst einkaufen möchte, braucht endlich Klarheit im Regal. Wir fordern schon lange neben einer klaren Herkunftskennzeichnung auch eine eine verpflichtende Haltungskennzeichnung für alle tierischen Produkte. Nur so können Menschen auf einen Blick erkennen, unter welchen Bedingungen die Tiere hinter den Produkten gehalten wurden
“, so Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins/Tierschutz Austria.
Positionspapier zur Haltungskennzeichung: https://www.tierschutz-austria.at/positionspapier-haltungskennzeichnung
Grillfleisch-Check: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260720_OTS0019/schock-beim-grillen-9-von-10-grillprodukte-ohne-tierwohllabel
Fotos (honorarfrei): https://flic.kr/s/aHBqjD1eyG
Rückfragen & Kontakt
Tierschutz Austria
Leona Fux, M.Sc.
Telefon: +43 699 16604061
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.tierschutz-austria.at/
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