• 29.07.2026, 09:43:02
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Hitzewelle: PVÖ fordert mehr Schutz für ältere Menschen

Gerstorfer: „Extreme Hitze gefährdet die Gesundheit älterer Menschen. Jetzt braucht es konsequente Maßnahmen statt weiterer Ankündigungen.“

Wien (OTS) - 

Die angekündigte erneute Hitzewelle für die kommenden Tage macht einmal mehr deutlich: Extreme Temperaturen sind längst zur Realität geworden – und sie treffen ältere Menschen besonders hart. Für den Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) ist klar: Hitzeschutz muss endlich als Teil der öffentlichen Gesundheitsvorsorge verstanden werden. „Für viele ältere Menschen ist Hitze nicht bloß unangenehm, sondern ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko. Deshalb braucht es jetzt entschlossenes Handeln auf allen politischen Ebenen“, fordert PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer. ****

Der PVÖ fordert daher:

  • Verbindliche Hitzeaktionspläne mit besonderem Schutz für ältere Menschen – in allen Gemeinden und Städten, damit gefährdete Menschen bei Hitzewellen rasch und gezielt unterstützt werden.
  • Mehr kühle öffentliche Räume, Trinkwasserstellen und schattige Plätze, damit ältere Menschen auch außerhalb ihrer Wohnung sicher durch Hitzetage kommen.
  • Eine Offensive für klimafitte Wohnungen durch verstärkte thermische Sanierungen, wirksame Beschattung und Begrünung, damit Wohnen auch im Sommer gesund und leistbar bleibt.
  • Die rasche Ökologisierung des Mietrechts, damit Hitzeschutz als Qualitätsstandard verankert wird und nicht vom Einkommen oder der Wohnform abhängt.
  • Gezielte Unterstützung für alleinlebende und besonders gefährdete ältere Menschen, etwa durch Besuchsdienste, Nachbarschaftsnetzwerke und kommunale Hilfsangebote während Hitzewellen.

Studie zeigt alarmierende Ergebnisse – jede dritte Wohnung zu heiß

Wie dringend diese Maßnahmen sind, zeigt auch eine Greenpeace-Studie, die in diesem Sommer präsentiert wurde und an der sich der Pensionistenverband Österreichs beteiligt hat. Zahlreiche PVÖ-Mitglieder stellten ihre Wohnungen für Temperaturmessungen zur Verfügung und machten damit die tatsächliche Belastung durch Hitze wissenschaftlich sichtbar.

Die Ergebnisse sind alarmierend: Bereits jede dritte Wohnung von Menschen über 60 Jahren wird im Sommer als heiß bis unerträglich heiß empfunden. In Wien ist sogar rund jede zweite betroffene Person von extremer Hitze in den eigenen vier Wänden betroffen. Besonders Mieterinnen und Mieter sowie Frauen leiden unter den hohen Temperaturen. Die Folgen reichen von Schlafproblemen und Kreislaufbeschwerden bis hin zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität. „Die Studie bestätigt, was uns ältere Menschen seit Jahren berichten: Hitze endet nicht an der Wohnungstür. Wenn sich Wohnräume tagelang aufheizen und nachts nicht mehr ausreichend abkühlen, wird das zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko. Niemand darf gezwungen sein, seine Gesundheit zu gefährden, weil die eigene Wohnung zur Hitzefalle wird“, so Gerstorfer.

Hitzeschutz darf kein Luxus sein

„Hitzeschutz darf kein Luxus sein. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss auch im Alter sicher und gesund wohnen können. Investitionen in klimafitte Wohnungen, schattige öffentliche Räume und kommunale Hitzeschutzmaßnahmen sind Investitionen in Gesundheit, Lebensqualität und soziale Gerechtigkeit.“ Der Pensionistenverband Österreichs wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Anliegen älterer Menschen bei der Anpassung an die Folgen der Klimakrise konsequent berücksichtigt werden. „Die Hitzewelle zeigt einmal mehr: Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz – und damit eine politische Verpflichtung. Was wir jetzt brauchen, sind verbindliche Maßnahmen statt weiterer Ankündigungen“, so Gerstorfer abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
E-Mail: [email protected]
Website: https://pvoe.at

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