• 28.07.2026, 06:00:39
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Greenpeace deckt auf: Sieben Ausflugsziele im Burgenland mit Asbest-Schotter kontaminiert

Asbestbelastung bei Wanderwegen, Burgen, Freizeitanlagen und Parkplätzen entdeckt – Rasche Sanierung der betroffenen Flächen und Hilfsgelder vom Katastrophenfonds gefordert

Eisenstadt/Wien (OTS) - 

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hat Greenpeace bei sieben beliebten Ausflugsorten im Burgenland eine hohe Asbestbelastung festgestellt. Darunter befinden sich die Burg Lockenhaus, die Friedensburg Schlaining, die Aussichtswarte Geschriebenstein und zwei Wanderwege. Die Ergebnisse der Laboranalysen wiesen allesamt hohe Asbestgehalte von bis zu 50 Prozent auf. Greenpeace fordert rasche Sanierungen und Sofortmaßnahmen auf den betroffenen Flächen. Ein Freizeitunternehmen im Südburgenland sowie die Burg Lockenhaus haben bereits Maßnahmen zugesagt. Die Betroffenen brauchen jedoch für die notwendigen Sanierungen dringend finanzielle Unterstützung. Greenpeace fordert Kanzler Stocker auf, rasch Hilfsgelder aus dem Katastrophenfonds bereitzustellen.

Stefan Stadler, Sprecher des Investigativ-Teams bei Greenpeace Österreich: „Bei Rekordhitze und Trockenheit ist Asbest-Schotter höchst gefährlich, weil sich krebserregende Fasern sehr leicht lösen. Es ist untragbar, dass Mitarbeitende und Besuchende von vielen burgenländischen Ausflugszielen diesem Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind. Die betroffenen Flächen müssen rasch saniert werden. Als sofortige Schutzmaßnahmen müssen die Flächen gesperrt oder bei Trockenheit befeuchtet werden.” Kritik übt Greenpeace am Land Burgenland und der dortigen Asbest-Taskforce unter der Leitung von Dr. Hans-Peter Hutter. „Während die Bevölkerung und Greenpeace aktiv nach Asbest suchen, lassen die Behörden weitergehende Suchmöglichkeiten wie Lieferlisten ungenutzt und lassen Gemeinden, Betriebe sowie die Menschen mit den Sanierungskosten alleine”, sagt Stadler.

Betroffen sind der Burgparkplatz und die Innenhöfe der Friedensburg Schlaining sowie zwei nahegelegene Wanderwege. Ebenfalls mit Asbest belastet sind der Parkplatz und Innenhof der Burg Lockenhaus, der Burgseeparkplatz nahe der Burg Lockenhaus, eine Schotterfläche vor der Aussichtswarte Geschriebenstein in der Gemeinde Rechnitz und ein Freizeitunternehmen im Südburgenland.

Die Betroffenen wurden von Greenpeace bereits über die Asbestbelastung informiert. Das Freizeitunternehmen im Südburgenland hat eine Sanierung zugesagt. Die Eigentümer:innen der Burg Lockenhaus haben auf den betroffenen Flächen Schutzmaßnahmen zugesagt, so wollen sie den betroffenen Bereich sperren, bei Trockenheit befeuchten und eine Sanierung prüfen. Die Friedensburg Schlaining befindet sich im Besitz der Landesholding Burgenland. Die Asbestbelastung ist dort seit Ende Juni offiziell bekannt. Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter:innen oder Besucher:innen wurden noch immer nicht gesetzt.

Asbest im Schotter hat besonders bei Trockenheit ein sehr hohes Schadstoffpotential. Eine geringe Belastung reicht aus, um krebserregende Fasern freizusetzen. Zudem ist eine Verschleppung der Asbestfasern in Innenräume und Autos über die Schuhsohlen möglich. Bei Greenpeace haben sich Anrainer:innen von Asbestschotterflächen gemeldet, die Asbestfasern auch in ihrem Zuhause, etwa im Hausstaub, auf Außenjalousien und in ihren Autos mittels Labortest nachgewiesen haben.

„Während in Ungarn, Wien und Niederösterreich vielerorts bereits saniert wird und Schutzmaßnahmen gesetzt werden, wird im Burgenland morgen gar über die Öffnung der wegen hoher Asbestbelastung geschlossenen Steinbrüche verhandelt. Das wäre ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer des Asbest-Skandals. Greenpeace fordert die dauerhafte Schließung der Asbest-Steinbrüche sowie deren Umwandlung in Asbestdeponien. Außerdem muss Kanzler Stocker rasch Hilfsgelder aus dem Katastrophenfonds für die Betroffenen des Asbest-Skandals bereitstellen”, fordert Stadler.

Das Factsheet, die Laborberichte und Fotos finden Sie hier: https://bit.ly/Ausflugsorte
Unter Angabe der Credits stehen die Fotos kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

Inhalte auf einen Blick:

Anlass: Fund von asbestbelastetem Schotter bei Ausflugszielen im Burgenland nach Hinweisen aus der Bevölkerung.
Ergebnis: Laborproben weisen hohe Asbestgehalte von bis zu 50 % auf.
Hauptforderung: Schnelle Sanierung und Sofortmaßnahmen (Sperrung/Befeuchtung) auf den Flächen, Freigabe von Hilfsgeldern aus dem Katastrophenfonds durch Kanzler Stocker sowie die dauerhafte Schließung der Asbest-Steinbrüche und deren Umwandlung in Asbest-Deponien.
Adressat: Kanzler Stocker, Land Burgenland.
Quelle: Greenpeace Österreich / https://bit.ly/Ausflugsorte

Rückfragen & Kontakt

Stefan Stadler
Sprecher Investigativ-Team
Greenpeace Österreich
Tel.: +43 (0)664 183 2882
E-Mail: [email protected]

Annette Stolz
Leitung Pressearbeit
Greenpeace Österreich
Tel.: +43 (0)664 61 26 725
E-Mail: [email protected]

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