- 27.07.2026, 06:00:38
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Greenpeace-Erfolg: Mehrheit der Händler stoppen Verkauf belasteter Kinder-Tattoos
BIPA, Thalia, dm und Temu reagieren und nehmen Tattoos aus Sortiment – Greenpeace fordert Verkaufsstopp aller belasteten Klebetattoos und strengere Chemikalienregeln
Der Chemikalien-Test von Greenpeace und der Arbeiterkammer Oberösterreich (https://act.gp/Tattoo-Report) zeigt erste Wirkung: Einige Händler haben belastete Klebetattoos für Kinder aus ihren Regalen und Webshops genommen. BIPA, Thalia, dm und Temu haben Greenpeace proaktiv in Stellungnahmen erklärt, dass sie den Verkauf der betroffenen Produkte gestoppt haben. Bei Müller, Amazon und SHEIN sind die getesteten Produkte nach aktuellem Stand zwar online nicht mehr auffindbar, eine Stellungnahme oder Bestätigung zur Auslistung liegt Greenpeace bisher jedoch nicht vor. Die Umweltschutzorganisation fordert von den Händlern den Verkaufsstopp aller belasteten Klebetattoos und einen Sortiments-Check auf problematische Chemikalien. Außerdem muss sich der für Chemikalien zuständige Minister Norbert Totschnig für strengere Chemikalienregeln und ein EU-weites PFAS-Verbot einsetzen.
Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich: „Es ist wichtig und richtig, dass einige Händler die Belastungen ernst nehmen und die Tattoos rasch aus den Regalen nehmen. Kinderhaut braucht konsequenten Schutz vor gefährlichen Chemikalien. Jetzt müssen auch die restlichen Händler die belasteten Tattoos aus den Sortimenten und den Schutz unserer Kinder ernst nehmen.“
BIPA, Thalia, dm und Temu nehmen belastete Tattoos aus Sortiment
Der jüngste Chemikalientest von Klebetattoos deckte in 13 von 15 Proben problematische Chemikalien wie PFAS, Schwermetalle und verbotene Weichmacher auf. Einige Händler haben schnell reagiert: BIPA, Thalia, dm und Temu haben den Verkauf der belasteten Tattoos umgehend gestoppt. Laut Stellungnahme können Kund:innen bei BIPA die getesteten Tattoos auch ohne Kassabon zurückgeben. Nicht alle betroffenen Unternehmen haben bisher transparent reagiert. Müller, Amazon und SHEIN haben Greenpeace bislang keine Stellungnahme übermittelt. Die getesteten Produkte sind nach aktuellem Stand zwar nicht mehr online auffindbar, unklar bleibt jedoch, ob sie tatsächlich vollständig aus dem Verkauf genommen wurden und welche Konsequenzen die Unternehmen aus den Testergebnissen ziehen.
Greenpeace fordert strengere Chemikalienregeln
Selbst wenn einzelne Handelsketten reagieren, bleibt die Sicherheit bei Kinderprodukten durch Gesetzeslücken gefährdet. Chemikalien wie langlebiges PFAS oder verbotene Weichmacher landen wegen mangelnder Grenzwerte für Chemikalien-Cocktails weiter auf sensibler Haut. Greenpeace fordert von Minister Norbert Totschnig sich auf EU-Ebene für strengere Chemikalienregeln und ein lückenloses PFAS-Verbot einzusetzen.
Der vollständige Report “Chemie auf der Haut“ steht hier zur Verfügung: https://act.gp/Tattoo-Report
Die Stellungnahmen der Händler finden Sie hier: https://act.gp/Tattoo-Stellungnahmen
Grafiken, Bildmaterial und Audio-O-Töne finden Sie unter: https://act.gp/4f9mN8c
Unter Verwendung der Credits “© Mitja Kobal / Greenpeace” stehen die Fotos kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Inhalte auf einen Blick
- Thema/Anlass: Reaktion der Händler nach dem Chemikalien-Test von Klebetattoos.
- Datenbasis/Ergebnis: BIPA, Thalia, dm, und Temu stoppen Verkauf der betroffenen Tattoos. Test wies 31 problematische Chemikalien in Klebetattoos nach (u. a. PFAS, Weichmacher, Schwermetalle).
- Hauptforderung: Verkaufsstopp aller belasteten Tattoos und strengere gesetzliche Regeln für Chemikalien-Cocktails.
- Akteur:innen/Adressat: Händler und Hersteller, Europäische Union, Minister Totschnig.
- Quelle/Material: Greenpeace Österreich und Arbeiterkammer Oberösterreich / Analyse und Bildmaterial: https://act.gp/Tattoo-Test.
Rückfragen & Kontakt
Madeleine Drescher
Konsumexpertin
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 664 8817 2243
E-Mail: [email protected]
Magnus Reinel
Pressesprecher
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 664 8817 2210
E-Mail: [email protected]
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