- 25.07.2026, 12:16:02
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FPÖ – Belakowitsch: „Pensionsdebatte der ÖVP schafft nur Verunsicherung und geht an der Realität vorbei“
Freiheitliche fordern Respekt vor der Lebensleistung anstatt theoretischer Modelle, die am Arbeitsmarkt scheitern würden
Als „zutiefst verunsichernd für die arbeitende Bevölkerung“ bewertete heute die FPÖ-Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch die von ÖVP-Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec angestoßene Debatte über eine faktische Anhebung des Pensionsantrittsalters. Auch wenn der Vorschlag an die Anzahl der Berufsjahre gekoppelt sei, gehe er an der Lebensrealität vieler Österreicher vorbei.
„Ob man das Pensionsantrittsalter nun an das Geburtsdatum oder an die Beitragsjahre koppelt, ändert nichts an der Kernaussage: Die Menschen sollen länger arbeiten. Das ist eine Debatte, die an der Lebensrealität von hunderttausenden Österreichern vorbeigeht, die in körperlich und psychisch fordernden Berufen täglich ihre Gesundheit aufs Spiel setzen und nach 40 oder mehr Jahren einfach nicht mehr können“, so Belakowitsch. Es sei realitätsfern zu glauben, dass jeder problemlos 45 Jahre im selben Ausmaß arbeitsfähig sei.
Für die freiheitliche Sozialsprecherin zeige der Vorstoß vor allem eines: „Die ÖVP hat offenbar keine echten Lösungen für die Zukunftssicherung unseres Pensionssystems. Statt den Wirtschaftsstandort zu stärken und die Zuwanderung ins Sozialsystem zu stoppen, wird wieder einmal eine Diskussion auf dem Rücken der eigenen Bevölkerung begonnen. Solche Gedankenspiele führen nur zu Verunsicherung bei den Menschen, die sich auf ihr wohlverdientes Recht auf Ruhestand verlassen.“
Dass Frau Korosec selbst die von der Regierung beschlossene Erhöhung der Abgaben für ältere Arbeitnehmer kritisiere, entlarve die Widersprüchlichkeit der ÖVP-Politik. „Einerseits will man die Menschen länger im Job halten, andererseits schafft man für genau diese Gruppe neue finanzielle Belastungen. Das passt nicht zusammen und zeigt das planlose Vorgehen der Regierung“, erklärte Belakowitsch.
„Wir Freiheitliche sagen klar: Der Respekt vor der Lebensleistung muss an erster Stelle stehen. Wer 45 Jahre gearbeitet hat, hat sich seinen Ruhestand verdient. Anstatt die Menschen mit immer neuen Belastungs-Fantasien zu konfrontieren, sollte man jene belohnen, die freiwillig länger arbeiten wollen. Dafür braucht es Anreize, aber keinen Zwang. Unser ‚Pensionisten-Volksbegehren‘, das auf jedem Gemeindeamt unterzeichnet werden kann, ist die rote Linie gegen diese unsozialen Pläne“, stellte Belakowitsch abschließend fest.
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