• 23.07.2026, 09:00:42
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ImmoScout24-Umfrage: Mehrheit für Beibehaltung befristeter Mieten

6 von 10 Österreicher:innen sind für die Beibehaltung befristeter Mieten. Gegner sorgen sich vor Unsicherheit und steigenden Kosten.

Wien (OTS) - 

Befristete Mietverträge sind ein fester Bestandteil des privaten Mietmarkts in Österreich. Rund ein Viertel aller bestehenden Hauptmieten sind befristet.* Die Hälfte der am Markt verfügbaren Mietwohnungen wird laut ImmoScout24 mit Befristung angeboten. In der gesellschaftlichen Debatte geht es unter anderem darum, wie sich Flexibilität und langfristige Wohnsicherheit miteinander vereinbaren lassen. Eine von Integral für ImmoScout24.at unter 1.000 Befragten durchgeführte Umfrage zeigt nun die Stimmungslage der Bevölkerung. 6 von 10 Österreicher:innen sprechen sich für die Beibehaltung befristeter Mietverträge aus. Ein Viertel ist dagegen, der Rest (16 Prozent) hat dazu keine Meinung.

Befürworter in Vorarlberg und Tirol, kritische Stimmen in Wien

Die Frage nach der Beibehaltung befristeter Mietverhältnisse polarisiert und zeigt zudem ein starkes Ost-West-Gefälle. Während sich 72 Prozent der Befragten in Vorarlberg und Tirol klar für die Aufrechterhaltung befristeter Mietverhältnisse aussprechen, liegt die Zustimmungsrate in den restlichen Bundesländern bei rund 60 Prozent. Ein ebenso klarer Ausreißer zeigt sich bei der Bundeshauptstadt Wien: Die Zustimmung liegt hier nur bei 48 Prozent, die Zahl der kritischen Stimmen jedoch bei 40 Prozent. Tendenziell ist die Zustimmung in ländlichen Gegenden stärker als in urbanen Gebieten.

Abschaffung von Befristungen findet bei Mietenden stärkeren Zuspruch

Erwartungsgemäß sprechen sich Mietende mit 40 Prozent häufiger gegen die Beibehaltung befristeter Mietverträge aus. Überdurchschnittlich hoch ist die Ablehnung auch bei Menschen in Wohnungen mit höchstens zwei Zimmern (36 Prozent) sowie bei Befragten mit einem Einkommen von bis zu 2.000 Euro (32 Prozent). Am deutlichsten fällt sie unter Bewohner:innen von Gemeindewohnungen aus: 44 Prozent plädieren für eine Abschaffung von Befristungen.

Mietabschlag gleicht Nachteile für viele nicht aus

Für 42 Prozent der Befragten rechtfertigt der im Gesetz festgelegte Abschlag von 25 Prozent auf den Mietpreis die Befristung und gleicht deren Nachteile aus. Fast ebenso viele teilen diese Einschätzung nicht (38 Prozent), rund ein Fünftel ist unentschieden.

Insgesamt zeigt sich damit ein gespaltenes Meinungsbild. Selbst unter den Befürworter:innen befristeter Mietverträge sehen lediglich 55 Prozent im Mietabschlag einen ausreichenden Ausgleich (29 Prozent finden es nicht ausreichend). Am positivsten bewerten ihn Personen mit höherer Formalbildung und hohem Haushaltseinkommen. Besonders kritisch sind hingegen Bewohner:innen von Genossenschaftswohnungen und Gemeindebauten: 54 beziehungsweise 57 Prozent sehen im Abschlag keine ausreichende Kompensation für die Nachteile einer Befristung.

Nachteile befristeter Mietverträge weitgehend unbestritten

Die Mehrheit der Bevölkerung sieht klare Nachteile für Mietende durch befristete Mietverträge. An erster Stelle steht die Unsicherheit über die Wohnsituation nach Vertragsende, die 58 Prozent als problematisch empfinden. Mehr als die Hälfte nennt zudem die fehlende Gewissheit über eine Vertragsverlängerung sowie mögliche Mieterhöhungen als Nachteile. Rund jede zweite befragte Person sieht dadurch auch die langfristige Planung von Familie, Beruf und Ausbildung erschwert oder befürchtet, keine leistbare Wohnalternative zu finden. Lediglich vier Prozent erkennen keinerlei Nachteile durch Befristungen.

Über die Studie
Für die ImmoScout24-Trendstudie hat Integral Markt- und Meinungsforschung im Jänner 2026 für ImmoScout24 1.000 Österreicher:innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.

  1. ^ *Statistik Austria, Wohnen 2025

Rückfragen & Kontakt

Pressekontakt
Maria Hirzinger
Extern für ImmoScout24 tätig
Tel.: 0043 699 195 444 62
E-Mail: [email protected]

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