• 22.07.2026, 09:58:02
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Zadić/Grüne: Greenpeace-Bericht zu Klebetattoos ist weiteres Alarmsignal – Kinder endlich wirksam vor giftigen Chemikalien schützen

Grüne fordern PFAS-Verbot, strengere Kontrollen und Aufklärung über Billigplattformen wie Temu und SHEIN

Wien (OTS) - 

„Der neue Greenpeace-Bericht zeigt einmal mehr, dass Kinder noch immer nicht ausreichend vor gefährlichen Chemikalien in Alltagsprodukten geschützt werden. Es ist nicht der erste Produkttest, der problematische Stoffe in Kinderprodukten aufdeckt - und genau das ist das eigentliche Problem. Es kann nicht sein, dass diese Produkte unkontrolliert erhältlich sind. Hier sind die Behörden gefordert und sollten dringend handeln", kritisiert Alma Zadić, stellvertretende Klubobfrau und Konsument:innenschutzsprecherin der Grünen.

In sämtlichen getesteten Produkten wurden Schadstoffe gefunden. Diese reichen von PFAS über Weichmacher bis hin zu Schwermetallen wie Blei und Nickel. Die gefundenen Stoffe gelten als reproduktions- und entwicklungstoxisch und sind daher in Kosmetika in der EU verboten. Klebetattoos sind ein Grenzfall zwischen Spielzeug und Kosmetik, ein sogenanntes „Borderline Produkt“. Weil Klebetattoos solange auf der Haut von Kindern verbleiben, sollten sie sowohl den europäischen Chemikalienschutzbestimmungen der REACH-Verordnung entsprechen als auch unter die besonderen Vorgaben der europäischen Spielzeugverordnung fallen.

Zadić verweist auf die strengen Anforderungen an Spielzeug, weil Kinder einen besonderen Schutz genießen: „Wenn Produkte direkt auf die Haut von Kindern aufgebracht werden, darf ein gefährlicher Chemiekalien-Cocktail darin keinen Platz haben."

Besonders alarmierend sei, dass laut dem Bericht erneut jene Produkte, die auf Billigplattformen wie Temu und SHEIN verkauft werden, zu den am stärksten belasteten zählen, so Zadić: „Diese Plattformen bringen immer wieder Produkte auf den europäischen Markt, die unsere Sicherheitsstandards unterlaufen. Eltern müssen über die Risiken solcher Angebote besser informiert werden."

Die Grünen fordern daher eine umfassende Informations- und Aufklärungskampagne der Bundesregierung über Schadstoffe in Konsum- und insbesondere Kinderprodukten sowie gezielte Information über die Risiken von Billigplattformen.

Zudem fordern die Grünen ein umfassendes PFAS-Verbot in Konsumprodukten auf nationaler und europäischer Ebene sowie einen entschlossenen Einsatz Österreichs für starke europäische Schutzstandards für Konsument:innen. „Ewigkeitschemikalien, Weichmacher oder Schwermetalle haben in Produkten des täglichen Gebrauchs nichts verloren - schon gar nicht in solchen, die direkt mit der Haut von Kindern in Kontakt kommen", betont Zadić.

Abschließend fordert sie strengere Regeln für Kinderprodukte, mehr Kontrollen und eine klare Verantwortung von Herstellern, Händlern und Online-Plattformen: „Konsument:innen müssen sich darauf verlassen können, dass Produkte für Kinder sicher sind. Dafür braucht es wirksame Marktüberwachung, klare Verantwortlichkeiten und konsequente Sanktionen. Familien müssen sich darauf verlassen können, dass Produkte für Kinder nicht potenziell gesundheitsschädlich sind."

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