• 21.07.2026, 15:20:12
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Gewerkschaft GPA begrüßt Paket zur Medienförderung

Journalist:innengewerkschaft sieht bedeutende Investition. Kritisiert wird die zunehmende Medienkonzentration

Wien (OTS) - 

„Die Einigung der Koalition auf ein Paket für die Medienförderung ist sehr zu begrüßen, vor allem die schon lange avisierte Ausschüttung der Zustellförderung ab dem nächsten Jahr“, sagt Ute Groß, Vorsitzende der Journalist:innengewerkschaft in der GPA. Dies sei eine bedeutende Investition für die Absicherung des Medienstandortes. Im Bereich der neuen Digitaltransformationsförderung sowie der Förderung von Angeboten zur Stärkung der Medienkompetenz und die Hinführung junger Menschen zu Qualitätsjournalismus seien die Details zwar noch offen, die Signale „stimmen uns jedenfalls hoffnungsfroh. In Summe fließen 55 Millionen Euro, das ist ein deutliches Bekenntnis zum Wert des Journalismus für unsere Demokratie“.

Insgesamt sei die Entwicklung der österreichischen Medienlandschaft mit großer Sorge zu betrachten: „Wir sehen eine inhaltliche Angebotsverknappung“, so Groß. Mit der Übernahme der Moser Holding durch die Russmedia gehe Vielfalt verloren und schreite die Medienkonzentration voran. In Verbindung mit redaktionellen Kooperationen, die bereits jetzt zwischen diversen Medienhäusern bestehen und weiter ausgebaut werden sollen, sieht die Gewerkschaft eine zunehmende Gefahr einer Marktbeherrschung durch zwei, drei große Player. „Wenn immer weniger Redaktionen eigenständige Inhalte produzieren, gerät die journalistische Pluralität unter Druck. Gerade in einem kleinen Medienmarkt wie Österreich ist es daher auch demokratiepolitisch gefährlich, wenn eine Art von Themenführerschaft entsteht“, betont die Gewerkschafterin.

Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, verweist zudem auf die Folgen für die Beschäftigten: „Es ist zu befürchten, dass sich der Verlust journalistischer Arbeitsplätze weiter beschleunigt. Gleichzeitig erfordert Journalismus aber Zeit und Ressourcen für eigenständige Recherchen. Wenn Redaktionen laufend Personal verlieren, der Arbeitsdruck steigt und immer weniger Beschäftigte immer mehr leisten sollen, leidet schlussendlich auch die Qualität und Unabhängigkeit.“

„Wenn wenige Konzerne immer mehr Reichweite und redaktionelle Inhalte bündeln, geht es nicht nur um Eigentumsverhältnisse am Medienmarkt. Es geht darum, wer recherchiert, wer Themen setzt, kommentiert, und wie viele unabhängige Stimmen in Österreich noch gehört werden“, betont Teiber abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Gewerkschaft GPA - Öffentlichkeitsarbeit
Daniel Gürtler
Mobil: 0676/ 817 111 225
Mail: [email protected]
Web: www.gpa.at

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