- 19.07.2026, 10:00:04
- /
- OTS0006
ARBÖ: Sommerzeit ist Erntezeit
Nicht nur auf den Feldern, auch auf Straßen, Güter- und Radwegen sind derzeit Landwirte unterwegs, die ihre Ernte einbringen. Der ARBÖ gibt Tipps, worauf besonders zu achten ist.
Viele Autolenker sowie Motorrad- und Radfahrer unterschätzen oft die Gefahren, die von Traktoren, Mähdreschern und Co. ausgehen können. Durch die langsam fahrenden und teils sehr großen Fahrzeuge kommt es zu Verkehrsbehinderungen sowie zu Verschmutzungen auf den Fahrbahnen. Der ARBÖ erklärt, worauf jetzt auf den Straßen besonders geachtet werden muss. Unfälle ließen sich vermeiden, wenn alle Verkehrsteilnehmenden geduldig und partnerschaftlich mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen umgehen, rät der ARBÖ.
Gerhard Graner, technischer Leiter des ARBÖ Burgenland: „Kfz-Lenker sowie Radfahrer sollten aktuell besonders vorsichtig sein, wenn sie landwirtschaftlichen Gefährten auf Landstraßen, Güter- oder Radwegen begegnen. Die großen, schweren Maschinen sind nicht nur deutlich langsamer als der übrige Verkehr, sondern im Falle einer Kollision aufgrund ihrer Masse und Bauweise auch gefährliche Unfallgegner.“
Häufig wird vergessen, dass Traktorgespanne und Mähdrescher länger und breiter sind als gewöhnliche Fahrzeuge. Mit ihrer Überbreite nehmen Erntemaschinen oft mehr als die Hälfte der Fahrbahn ein, auch Längen von über zehn Metern sind keine Seltenheit. Überholmanöver können deswegen zu einem riskanten Vorhaben für den Überholenden, den Überholten und den Gegenverkehr werden.
Zudem fehlt den Fahrern dieser Nutzfahrzeuge vielfach die nötige Rundumsicht, sodass andere Verkehrsteilnehmende erst sehr spät wahrgenommen werden. Gerade dieser Faktor ist doppelt gefährlich, denn landwirtschaftliche Fahrzeuge biegen häufig unerwartet auf unbefestigte Wege ein, die den nachfolgenden Verkehrsteilnehmenden meist unbekannt sind. Beim Rechtsabbiegen müssen die Maschinen aufgrund ihres großen Wendekreises oftmals über die Fahrbahnmitte ausholen; ist am Heck ein langer Pflug oder anderes Gerät montiert, schert das Fahrzeug ebenfalls aus und benötigt die gesamte Fahrbahnbreite.
Graner: „Nachfolgende und entgegenkommende Verkehrsteilnehmende müssen in solchen Situationen ausreichend Abstand halten, gegebenenfalls anhalten, und überholt werden sollte nur auf gut einsehbaren und breiten Strecken.“
„Bauernglatteis“ im Sommer
Die Hochphase der Erntesaison birgt aber noch ein weiteres Gefahrenpotenzial, besonders auf asphaltierten Strecken: das sogenannte „Bauernglatteis“.
Graner: „Fallen Erdklumpen oder Erntereste von landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf den Asphalt und kommt noch Feuchtigkeit durch Regen hinzu, kann die Fahrbahn zur Rutschbahn werden, was besonders für Motorrad- und Radfahrer ein großes Problem ist und die Sturzgefahr massiv erhöht.“
Der ARBÖ hat einige Tipps zusammengestellt, um das Unfallrisiko mit Traktor, Mähdrescher & Co. zu reduzieren:
- Nicht drängeln, sondern aufeinander achten
- Vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit drosseln, wenn man landwirtschaftlichen Fahrzeugen begegnet
- Die Länge und Breite der landwirtschaftlichen Fahrzeuge sowie deren Geschwindigkeit und Beschleunigungsmöglichkeiten nicht unterschätzen
- Riskante Überholmanöver unterlassen; Traktor und Mähdrescher wirklich nur dann überholen, wenn ausreichend Platz vorhanden und die Strecke gut einsehbar und sauber ist
- Beim Abbiegen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen ausreichend Abstand halten, gegebenenfalls anhalten und nicht überholen
- Vorsicht bei verschmutzten Straßen: Gerade in der Nähe von Feldern oder an Feldein- und -ausfahrten können Erde oder Erntegut am Asphalt liegen
Rückfragen & Kontakt
ARBÖ Pressedienst
Christian Frasz
Telefon: 0664/8323494
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAR






