• 17.07.2026, 10:30:02
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WKNÖ-Ecker: Lohnnebenkostensenkung stärkt NÖ Betriebe

Mehr als 360 Millionen Euro Entlastung für NÖ Unternehmen: WKNÖ begrüßt die Senkung der Lohnnebenkosten, fordert aber eine Gegenfinanzierung ohne neue Belastungen für die Betriebe.

St. Pölten (OTS) - 

„Die Senkung der Lohnnebenkosten ist ein längst überfälliger Schritt und eine zentrale Forderung der Wirtschaft. Dass sie ab 2028 umgesetzt wird, stärkt unsere Betriebe: Arbeit wird günstiger, Investitionen werden attraktiver und der Standort gewinnt an Wettbewerbsfähigkeit“, stellt Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, klar. Gerade angesichts hoher Personal-, Energie- und Finanzierungskosten schaffe die Entlastung mehr Spielraum für Investitionen, Beschäftigung und nachhaltiges Wachstum.

Mehr als 360 Millionen Euro Entlastung für Niederösterreich

Die Auswirkungen auf Niederösterreich sind erheblich: Insgesamt werden die Unternehmen im Bundesland jährlich um rund 363 Millionen Euro entlastet, davon entfallen rund 231 Millionen Euro auf die Betriebe der gewerblichen Wirtschaft. Laut Berechnungen könnten dadurch rund 1.600 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und die Wirtschaftsleistung um rund 190 Millionen Euro steigen.

„Gerade für kleine und mittlere Betriebe zählt jeder Euro. Zusätzlicher finanzieller Spielraum entscheidet oft darüber, ob investiert, ein neuer Mitarbeiter eingestellt oder ein Lehrling ausgebildet wird. Die Senkung der Lohnnebenkosten ist daher weit mehr als eine Entlastung auf dem Papier – sie schafft konkrete Impulse für Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit“, betont Ecker.

Was das konkret bedeutet, zeigen Beispiele aus der Praxis:

  • Ein Handwerksbetrieb mit zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem durchschnittlichen Bruttolohn im Unternehmen von 2.700 Euro spart künftig rund 3.800 Euro pro Jahr.
  • Ein Industriebetrieb mit 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird – bei einem durchschnittlichen Bruttolohn von 3.500 Euro – jährlich um rund 500.000 Euro entlastet.

Entlastung darf nicht durch neue Belastungen verpuffen

„Die Richtung stimmt. Was wir aber nicht wollen, ist eine Entlastung mit der einen Hand und neue Belastungen mit der anderen. Wenn die Gegenfinanzierung zusätzliche Kosten für die Betriebe verursacht, wird ein Teil der positiven Wirkung wieder aufgehoben. Unser Ziel muss eine nachhaltige Entlastung des Faktors Arbeit sein – ohne neue Belastungen an anderer Stelle“, fordert Ecker.

Angesichts der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage brauche Österreich konsequent wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. „Die Senkung der Lohnnebenkosten ist ein wichtiger erster Schritt. Jetzt müssen weitere folgen – von weniger Bürokratie über leistbare Energie bis hin zu weiteren Entlastungen für unsere Betriebe. Nur so stärken wir den Standort nachhaltig und sichern Wachstum sowie Beschäftigung“, so Ecker.

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E-Mail: [email protected]
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