• 17.07.2026, 10:19:33
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FPÖ – Kolm: „Inflationsrückgang darf nicht über Österreichs strukturelle Probleme hinwegtäuschen – neues Freiheitsdenken nötig!“

„Dienstleistungen bleiben stärkster Teuerungstreiber – Standortkosten und Bürokratie belasten weiterhin Haushalte und Betriebe“

Wien (OTS) - 

Zur heute von der Statistik Austria veröffentlichten Inflationsrate von 3,2 Prozent für Juni erklärte FPÖ-Wirtschaftssprecherin NAbg. Barbara Kolm: „Es ist erfreulich, dass die Inflation gegenüber Mai von 3,7 auf 3,2 Prozent zurückgegangen ist. Jede Entlastung ist gut für die Bürger! Allerdings sollten wir uns nicht von einer Momentaufnahme täuschen lassen. Der Rückgang um wenige Zehntelprozent ist vor allem auf den geringeren Preisauftrieb bei Treibstoffen und Heizöl zurückzuführen. Die eigentlichen strukturellen Probleme des Wirtschaftsstandorts Österreich bestehen mangels Reformen unverändert fort und jede Inflationsrate ist eine stille Enteignung der Bürger.“

Besonders zu beachten sei, dass Dienstleistungen weiterhin deutlich über dem allgemeinen Preisniveau lägen und damit der stärkste Inflationstreiber blieben. Die Preise für Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen sowie Gesundheitsdienstleistungen seien erneut überdurchschnittlich gestiegen. „Gerade im Dienstleistungsbereich zeigt sich, wie stark hohe Lohnnebenkosten, Abgaben, Bürokratie und regulatorische Belastungen auf die Preisentwicklung durchschlagen. Während sich internationale Energiepreise wieder entspannen können, bleiben hausgemachte Standortnachteile bestehen und werden letztlich an Konsumenten und Unternehmen weitergegeben“, so Kolm.

Die aktuelle Entwicklung bestätige, dass staatliche Eingriffe, Förderprogramme und kurzfristige Klein-Klein-Entlastungsmaßnahmen keine dauerhafte Antwort auf Inflation seien. „Inflation nachhaltig zu bekämpfen, bedeutet nicht, Symptome zu verwalten, sondern Ursachen zu beseitigen. Es kann nicht sein, dass in Österreich die hausgemachte Inflation durch wirtschaftliche Stagnation ‚bekämpft‘ wird! Österreichs Standort braucht endlich eine spürbare Senkung der Steuer- und Abgabenlast, weniger Bürokratie, mehr freien Wettbewerb und bessere Rahmenbedingungen für Leistung, Investitionen und Unternehmertum. Nur eine produktivere Wirtschaft kann Kaufkraft und Sozialstaat dauerhaft sichern", sagte die FPÖ-Wirtschaftssprecherin.

Kolm verwies darauf, dass die Kerninflation weiterhin über der Gesamtinflation liege und damit der binnenwirtschaftliche Preisdruck nach wie vor hoch sei. Dies sei ein Warnsignal dafür, dass Österreichs Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt werden müsse. „Die gute Nachricht lautet: Die Inflation ist etwas gesunken. Die eigentliche Botschaft an die schwarz-rot-pink Regierung lautet aber jedoch: Österreich hat seine strukturellen Kostenprobleme nicht gelöst. Die privatwirtschaftliche Dynamik lässt immer mehr nach, die Produktivität ist auf das Niveau von 2006 gefallen, die Staatsschulden steigen, immer mehr Österreicher können ihren gewohnten Lebensstandard nicht mehr halten. Österreich braucht ein neues Freiheitsdenken in der Politik: Entlastung statt immer neue und höhere Steuern und Abgaben“, betonte Kolm.

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