• 16.07.2026, 14:52:03
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WBNÖ Ecker/Hengl/Servus: KFG-Novelle bringt praxisnahe Entlastung

St. Pölten (OTS) - 

Der Wirtschaftsbund Niederösterreich hat sich für mehr Praxisnähe im regionalen Baustellenverkehr eingesetzt. Mit der 42. KFG-Novelle wird diese Forderung nun umgesetzt: Bestimmte LKW mit Kippvorrichtung oder Ladekran erhalten künftig im regionalen Einsatz mehr Spielraum beim höchstzulässigen Gesamtgewicht. Dieses darf um das Eigengewicht der fest verbundenen Arbeitsausrüstung überschritten werden. Die Regelung gilt für Transporte von Bau- und Aushubmaterialien, Arbeitsausrüstung und Baumaschinen innerhalb einer Entfernung von 75 Kilometern Luftlinie, unter Einhaltung der zulässigen Achslasten und der vorgesehenen Höchstgrenzen.

„Das ist eine praxisnahe Entlastung für unsere Bau- und Transportbetriebe. Wer notwendige Arbeitsausrüstung wie Kippvorrichtung oder Ladekran mitführt, darf dadurch nicht bei der transportierbaren Menge benachteiligt werden. Wenn Fahrzeuge ihre nutzbare Ladekapazität besser ausschöpfen können, bedeutet das weniger unnötige Fahrten, weniger Aufwand und mehr Effizienz im betrieblichen Alltag“, betont WKNÖ Präsident WBNÖ Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker.

Auch aus Sicht der betroffenen Branchen ist die Anpassung ein wichtiger Schritt. Florian Hengl, Obmann der Fachgruppe der Stein- und keramischen Industrie Niederösterreich, unterstreicht die Bedeutung der Regelung für die Baustoffwirtschaft: „Für uns ist diese Regelung ein wichtiger Schritt, weil Baustellenverkehr ohne Kippvorrichtungen und Ladekräne in der Praxis kaum funktioniert. Diese Aufbauten sind notwendig, haben bisher aber die nutzbare Ladekapazität reduziert. Die neue Regelung ermöglicht effizientere Transporte. Davon profitieren nicht nur Baustoffbetriebe, sondern auch viele weitere Branchen entlang der Bau- und Wertschöpfungskette. Weniger Fahrten bedeuten zudem weniger Treibstoffverbrauch, weniger CO₂-Ausstoß und damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz.“

„Diese Novelle zeigt, dass Anliegen aus der betrieblichen Praxis in der Gesetzgebung ankommen. Entscheidend ist, dass Regeln zur Realität auf Baustellen, auf der Straße und in den Regionen passen. Genau solche konkreten Maßnahmen stärken unsere Unternehmen, sichern regionale Wertschöpfung und unterstützen Arbeitsplätze in Niederösterreich“, so Abgeordneter zum Nationalrat WBNÖ Direktor Harald Servus.

Die Anpassung kommt besonders der regionalen Bau- und Baustoffwirtschaft zugute. Gerade bei Baustellenverkehren sind schwere Aufbauten für die tägliche Arbeit notwendig, reduzieren aber bisher die tatsächlich verfügbare Nutzlast. Mit der neuen Regelung können Fahrzeuge effizienter eingesetzt, Transportabläufe praxistauglicher gestaltet und Betriebe im Alltag entlastet werden. Der Wirtschaftsbund Niederösterreich sieht in der KFG-Novelle ein konkretes Beispiel dafür, wie Standortpolitik im betrieblichen Alltag wirken kann. Diese Anpassung bringt mehr Praxisnähe, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und ist ein wichtiger Schritt für eine leistungsfähige regionale Wirtschaft.

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