- 13.07.2026, 12:10:03
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FPÖ-Schuh: „Medizinstudienplätze müssen endlich vorrangig Österreichern zugutekommen“
Nur 69,6 Prozent der Studienplätze für Österreich-Kontingent offenbaren massive Defizite bei Quotenregelung
„Die Bundesregierung versagt bei der Sicherung heimischer Medizinstudienplätze und der medizinischen Versorgung Österreichs“, kritisierte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Harald Schuh aufgrund der Beantwortung seiner parlamentarischen Anfrage zu Medizinstudienplätzen durch SPÖ-Wissenschaftsministerin Holzleitner. Besonders problematisch sei die Nichterfüllung der geltenden EU-Quotenregelung bei den Medizinstudienplätzen. Diese sehe vor, dass 75 Prozent der aktuell 1.806 Studienplätze dem sogenannten Österreich-Kontingent, 20 Prozent EU-Bürgern und fünf Prozent Drittstaatsangehörigen vorbehalten sind.
„Tatsächlich lag der Anteil des Österreich-Kontingents im Jahr 2025 jedoch lediglich bei 69,6 Prozent. Und selbst diese Zahl ist verzerrt: Denn beim Österreich-Kontingent wird verschwiegen, dass darunter auch Personen fallen, die zwar ein österreichisches Maturazeugnis vorweisen, deren Nationalität aber nicht erfasst ist. Die entscheidende Frage ist daher: Wie viele der Studienanfänger sind tatsächlich österreichische Staatsbürger? Genau diese Frage blieb die Ministerin schuldig“, so Schuh.
Der freiheitliche Abgeordnete kündigt deshalb eine Folgeanfrage an. „Wenn die Regierung ständig von der Absicherung heimischer Studienplätze spricht, dann muss sie auch offenlegen können, wie viele österreichische Staatsbürger tatsächlich einen Medizinstudienplatz erhalten.“
Ebenso alarmierend sei, dass das Wissenschaftsministerium offenbar über keinen aktuellen Überblick zur Abwanderung von in Österreich ausgebildeten Ärzten verfüge. „Die Ministerin kann lediglich auf Studien aus dem Jahr 2021 und noch ältere Erhebungen verweisen. Es gibt weder laufende Evaluierungen noch systematische Rückmeldungen nach Studienabschluss. Wie viele Absolventen dem österreichischen Gesundheitssystem verloren gehen, weiß die Bundesregierung offensichtlich nicht“, kritisierte Schuh und verwies auf Aussagen der Ärztekammer, wonach ein Drittel der Absolventen nicht in Österreich wirksam wird.
„Daher muss sichergestellt werden, dass diese Ausbildungsplätze in erster Linie den eigenen Staatsbürgern zugutekommen und für alle Absolventen auch die weiterführende Ausbildung in den Österreichischen Spitälern möglich und attraktiv ist. Denn erst durch die Arbeit in den öffentlichen Spitälern und Lehrpraxen kommen die hohen Ausbildungskosten auch den österreichischen Bürgern zugute“, betonet Schuh abschließend.
Link zur Beantwortung der parlamentarischen Anfrage: https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/AB/5452
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