• 07.07.2026, 13:08:02
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Ein Volksanwalt für das Volk – Luisser bilanziert erstes Jahr im Amt

Erstes Amtsjahr von Volksanwalt Christoph Luisser in Zahlen: 5.797 Beschwerden, davon 1.019 berechtigt und 4.864 abgeschlossene Verfahren in seinem Geschäftsbereich

Wien (OTS) - 

Anlässlich seines ersten Amtsjahres als Vorsitzender der Volksanwaltschaft, zieht Volksanwalt Christoph Luisser Bilanz und kann sich zurecht als „ein echter Volksanwalt für das Volk“ bezeichnen. Seit seinem Amtsantritt am 1. Juli 2025 bearbeitete Luisser 5.797 Beschwerden (3.247 davon betrafen die Verwaltung des Bundes) und konnte in etlichen Fällen ein Umdenken bei den Behörden erwirken, ganz im Interesse der hilfesuchenden Bevölkerung. Dass jede einzelne eingebrachte Beschwerde ernst genommen werden muss, wird durch die Anzahl der berechtigten Beschwerden (1.019) untermauert. Fast 20 Prozent aller Beschwerden im Geschäftsbereich von Christoph Luisser waren gerechtfertigt.

„Es ist mir ein großes Anliegen, mit gespitzten Ohren hinzuhören, die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen und den Behörden genau auf die Finger zu schauen. Die hohe Zahl eingelangter Beschwerden bestätigt, dass aus Sicht der Bevölkerung der Verwaltungsapparat nicht immer korrekt handelt“, sagte Luisser.

Dem Bürger zuzuhören bedeutet Sorgen und Probleme zu verstehen

Nach wie vor bevorzugen viele Bürger die persönliche Vorsprache, da einige von ihnen nicht nach Wien fahren können oder über keine anderen Kommunikationskanäle verfügen. Die Sprechstunden in den Bundesländern sind daher oft das einzige Mittel, mit der Volksanwaltschaft in Kontakt zu treten.

Im Rahmen von mehr als 200 Vorsprachen, konnten interessierte Bürger ihre Anliegen persönlich vorbringen und mit Volksanwalt Luisser besprechen.

„Die Bürger haben das Recht, vom Staat gehört zu werden – ich verleihe ihnen die Stimme!“, ergänzte der Volksanwalt.

Beschwerden nach Bundesland – Wiener beklagten sich am öftesten

Neben der Kontrolle von Bundesbehörden zählen auch die Verwaltungsapparate der Bundesländer und Gemeinden, mit Ausnahme Vorarlberg und Tirol, zum Prüfumfang der Volksanwaltschaft. In diesem Zusammenhang erfasste der Geschäftsbereich von Christoph Luisser 2.550 Beschwerden über Verwaltungsorgane von Ländern und Gemeinden: Wien (1.917), Niederösterreich (203), Oberösterreich (146), Steiermark (108), Burgenland (68), Kärnten (58) und Salzburg (50).

Luisser kämpft für das Recht des Einzelnen

Ob es um die drohende Bebauung eines unter Naturschutz stehenden Gebiets geht, durch zügellose Behördenbürokratie diskriminierte beeinträchtigte Personen oder vom Bürgermeister im Stich gelassene Schüler, Lehrer und Eltern - die Liste wäre lang, würde man sie fortführen.

Besonders unter die Haut geht jedoch der Fall rund um die kleine Sophie (13) aus dem Bezirk Wiener Neustadt. Die Schülerin erkrankte nach einer COVID-Infektion schwer und ist seitdem bettlägerig. Vier Jahre lang konnte Sophie während des Heimunterrichts (ein Lehrer kam zu ihr) die Prüfungen schreiben. Nunmehr hätte sie trotz einer attestierten Transportunfähigkeit hierfür plötzlich in die Schule kommen müssen. Vom Gegenstand „Digitale Grundbildung“ ist sie wegen der krankheitsbedingten Licht- und Geräuschempfindlichkeit hingegen befreit.

„Einem schwerkranken Kind wird der einzige Halt im Leben genommen. Zwischenzeitlich konnten wir eine Notlösung für Sophie erreichen. Die Ablegung sämtlicher Prüfungen in digitaler Form ist für uns ein Etappensieg, jedoch keine zufriedenstellende Lösung. Ich werde an Sophies Seite weiterkämpfen, bis der ursprüngliche Präsenzheimunterricht wieder hergestellt wird“, erläuterte Volksanwalt Luisser.

„Fehlende regionale Unterstützung wäre katastrophal“

Dass die großen Sorgen und Probleme oft vor der eigenen Haustüre zu finden sind, weiß Christoph Luisser nur zu gut. Ganze 44 Prozent aller eingeleiteten Prüfverfahren betreffen Beschwerden über die Länder- und Gemeindeverwaltungen.

„Die Wahrnehmung von Problemfeldern in den Regionen ist das Um und Auf. In vielen Fällen lauern die Probleme, Ängste und Sorgen der Bürger unmittelbar vor der Haustür. Eine fehlende Unterstützung in den Regionen wäre katastrophal und würde viele Menschen allein im Regen stehen lassen. Als Volksanwalt garantiere ich diese Unterstützung, für jeden und jederzeit!“, sagte Luisser abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Heiko Bader
Pressesprecher
Volksanwalt Dr. Christoph Luisser
Telefon: +43 1 51505-220
E-Mail: [email protected]

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