• 07.07.2026, 07:44:32
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Bundesministerin Holzleitner: Frauenpolitik gelingt nur gemeinsam mit den Ländern

Ministerin lädt Landesfrauenreferentinnen zum gemeinsamen Austausch

Wien (OTS) - 

Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner begrüßte am Montag, 6. Juli 2026, die Landesfrauenreferentinnen der Bundesländer Niederösterreich, Tirol, Vorarlberg und Wien zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen im Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung. Im Mittelpunkt standen der Austausch zu den frauenpolitischen Schwerpunkten der kommenden Monate und laufende Initiativen zum Thema K.O.-Tropfen, sowie die Fortführung der 15a-Vereinbarung zur Schaffung von Schutzunterkünften für gewaltbetroffene Frauen mit den Ländern.

Dieses Budget in Höhe von 3 Millionen Euro jährlich fließt unter anderem in Schutzunterkünfte, etwa Frauenhäuser, aber auch andere Maßnahmen im Gewaltschutz, wie z.B. Prozessbegleitung für Frauen. Ein besonderer Fokus lag zudem auf aktuellen Informations- und Präventionsmaßnahmen bei K.O.-Tropfen. Das BMFWF führt auch diesen Sommer die erfolgreiche Kampagne ‚Feiern ohne Folgen‘ auf verschiedenen Festivals in Österreich fort und auch auf Landes- und Städteebene gibt es zahlreiche, wirkungsvolle Initiativen. Geplant ist auch ein bundesweiter Code of Conduct des Frauenministeriums für Veranstaltungen. Durch den Erfahrungsaustausch mit den Bundesländern kann praktikable Expertise gebündelt und gemeinsam größere Aufmerksamkeit geschaffen werden.

"Frauenpolitik funktioniert dann am besten, wenn Bund, Länder und Gemeinden an einem Strang ziehen. Viele Herausforderungen – vom Gewaltschutz über ökonomische Unabhängigkeit bis hin zu einer qualitätsvollen, wohnortnahen Beratung für Frauen – können wir nur gemeinsam erfolgreich angehen. Die Landesfrauenreferentinnen setzen viele Schwerpunkte, um Frauen in den Regionen zu stärken. Auch im Ministerium arbeiten wir konsequent an der Gleichstellung der Geschlechter. Deshalb ist der regelmäßige Austausch mit den Landesfrauenreferentinnen so zentral – Vernetzung, Zusammenarbeit und das gegenseitige Stärken, im Sinne aller Frauen in unserem Land", betont Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner.

Am Treffen nahmen Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (Niederösterreich), Landesrätin Eva Pawlata (Tirol), Landesrätin Barbara Schöbi-Fink (Vorarlberg) sowie Stadträtin Elke Hanel-Torsch (Wien) teil.

Die Wiener Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch lobte die konstruktive Zusammenarbeit: „Diese Kultur des Miteinanders ist es, die die Frauenpolitik prägen muss – über die Parteiengrenzen und Regierungsebenen hinweg. Denn Frauenpolitik ist eine echte Querschnittsmaterie und muss mehr sein als der Schutz vor Gewalt. Das Ziel ist eine echte gesellschaftliche Gleichstellung. Sicherheit und wirtschaftliche Unabhängigkeit sind Grundvoraussetzungen dafür.“

Landesrätin Eva Pawlata: „Der bundesländerübergreifende Austausch auf Einladung von Frauenministerin Holzleitner zeigt: Die Länder stehen in vielen frauenpolitischen Fragen vor ähnlichen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, bewährte Ansätze zu teilen und voneinander zu lernen. Tirol bringt Erfahrungen beim Ausbau der Schutzunterkünfte, in der Frauengesundheit sowie mit bewusstseinsbildenden Formaten wie dem Frauenpreis und der Frauenenquete ein“

Landesrätin Barbara Schöbi-Fink: „Gewaltschutz und Prävention sind Daueraufgaben, die kontinuierliches Engagement erfordern. Es ist wichtig, dass wir bestehende Maßnahmen weiterentwickeln und gleichzeitig offen für neue Ansätze bleiben. Der Dialog zwischen Bund und Ländern schafft dafür eine wichtige Grundlage und stärkt unser gemeinsames Handeln zum Schutz von Frauen.“

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister: „Ein wirksamer Gewaltschutz und eine starke Frauenpolitik gelingen nur in enger Zusammenarbeit. Niederösterreich setzt dabei auf ein umfassendes Maßnahmenpaket – von der Stärkung unserer Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser über gezielte Präventionsinitiativen wie ‚Check den Respekt‘ bis hin zu unserem Politik-Mentoring-Programm, mit dem wir mehr Frauen für politische Verantwortung gewinnen. Ein wichtiges Thema unseres heutigen Austauschs war auch die nachhaltige Finanzierung der Frauenberatungsstellen. Hier braucht es verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen sowie eine ausreichende Basisfinanzierung, damit diese wichtigen Einrichtungen ihre Arbeit ohne Unsicherheit fortsetzen und Frauen in allen Regionen bestmöglich unterstützen können.“

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Theresa Schobesberger, BA
Telefon: +4366488455349
E-Mail: [email protected]

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