- 02.07.2026, 11:08:32
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WKÖ-Experte Gleißner stellt klar: Zufriedenheit der Arbeitnehmer ist gestiegen
Umfrage zeigt: Zufriedenheit mit Arbeitszeit größer denn je, Betriebe berücksichtigen Wünsche meist und sind tolerant bei privaten Aktivitäten in der Arbeitszeit
Die Wirtschaftskammer zeigt sich über die Aussagen der Arbeiterkammer Oberösterreich verwundert, die eine hohe Überlastung der Arbeitnehmer festgestellt haben will. „Eine aktuelle market-Umfrage unter 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ergibt ein völlig anderes Bild“, sagt Rolf Gleißner, Leiter der Abteilung Sozial- und Gesundheitspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
So sind der Umfrage zufolge 87% der Arbeitnehmer sowohl mit Ausmaß als auch Lage ihrer Arbeitszeit, das heißt, von wann bis wann sie an den einzelnen Tagen arbeiten, zufrieden. Auch geben 79% der Befragten an, dass die Unternehmen die Wünsche der Arbeitnehmer bezüglich Arbeitszeiteinteilung immer oder meistens berücksichtigen. „Damit sind die Arbeitnehmer mit ihrer Arbeitszeit zufriedener denn je“, so Gleißner.
Rund ein Viertel der Arbeitnehmer gibt an, öfter berufliche Anrufe außerhalb der Dienstzeit zu erhalten. Die Hälfte der Befragten hat auch kein Problem damit, außerhalb der Arbeitszeit kontaktiert zu werden. Ein Viertel hingegen empfindet dies als belastend. „Man muss aber dazu sagen, dass Nichterreichbarkeit außerhalb der Dienstzeit den Befragten zufolge so gut wie nie Konsequenzen hat. Sprich ein Recht auf Nichterreichbarkeit, wie es manche fordern, hat in der Praxis wenig Relevanz und ist daher unnötig“, sagt Gleißner.
42 Minuten für Privates pro Arbeitstag
Die Vermischung von Freizeit und Arbeitszeit nimmt zu, unter dem Strich aber deutlich zugunsten von Arbeitnehmern: Laut Umfrage sind die Arbeitnehmer außerhalb der Dienstzeit täglich rund 15 Minuten mit Beruflichem befasst. Dem stehen aber 42 Minuten pro Tag gegenüber, die nach Angabe der Arbeitnehmer selbst für die private Nutzung von Smartphone und PC in der Arbeitszeit aufgehen. „Die Unternehmen tolerieren dies im Normalfall, doch die Zahlen entsprechen einem Zuwachs von 14 Minuten seit 2022. Das ist wohl mit ein Grund, warum die Produktivität in Österreich bereits seit einigen Jahren stagniert bzw. sogar rückläufig ist“, so der WKÖ-Experte. (PWK329/DFS)
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