• 26.06.2026, 08:49:02
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Greenpeace fordert gratis Eintritt in Bäder als Teil von Hitze-Notfallpaket

Gefährliche Hitze erwartet - Umweltschutzorganisation verlangt sechs Sofortmaßnahmen für Wüstentage ab 35 Grad

Wien (OTS) - 

Im ganzen Land werden dieses Wochenende gefährliche Extremtemperaturen erwartet. Insbesondere für ältere Menschen und kleine Kinder stellen Wüstentage mit Temperaturen ab 35 Grad eine akute gesundheitliche Gefahr dar. Greenpeace fordert deshalb von Bund und Ländern ein schnelles Hitze-Notfallpaket mit sechs Sofortmaßnahmen.

Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace in Österreich: “Die bevorstehenden Extremtemperaturen sind eine akute Gesundheitsgefahr, insbesondere für ältere Menschen und Kinder. Österreich ist auf eine solche Hitzenotlage nur unzureichend vorbereitet.
Mittelfristige Maßnahmen, wie die Entsiegelung von Betonwüsten und eine Sanierungsoffensive, sind längst überfällig. Jetzt brauchen die Menschen aber unbedingt Notfallmaßnahmen, die sofort entlasten.”

Die sechs Notfallmaßnahmen:

  • Gratis öffentliche Bäder: Abkühlung ist bei Hitze ein Muss und darf nicht am Geldbeutel scheitern. Deshalb müssen öffentliche Bäder in ganz Österreich an Tagen mit 35 Grad oder mehr für alle kostenlos geöffnet werden.
  • Zugang zu kühlen Innenräumen für alle!
    Wenn die eigene Wohnung zur Hitzefalle wird, braucht es Ausweichmöglichkeiten. In Städten müssen gekühlte und konsumzwang-freie Orte innerhalb von 15 Minuten erreichbar sein. Dafür müssen etwa öffentliche Gebäude auch am Wochenende geöffnet werden.
  • Gratis Trinkwasser: Viel Trinken ist bei Hitze unerlässlich. Deshalb braucht es in ganz Österreich mehr mobile Brunnen im öffentlichen Raum. Spätestens ab 35 Grad sollten zudem Restaurants und Cafes verpflichtet werden, kostenloses Trinkwasser zur Verfügung zu stellen.
  • Hitzefrei in Schulen: Ab 30 Grad im Klassenzimmer ist konzentriertes Lernen unmöglich. Schulen müssen sich entsprechend anpassen und an kühleren Orten unterrichten oder die Schüler:innen vom Unterricht befreien.
  • Gratis Öffis für alle!
    Autos sind besonders im Sommer fahrende Heizungen. In Wien etwa verursacht der Pkw-Verkehr jeden Tag zwischen 13 und 20 Gigawattstunden Abwärme. Daher sollte insbesondere an Tagen mit extremer Hitze der Umstieg auf Bus und Bahn gefördert werden. Veraltete, nicht klimatisierte Garnituren sollten rasch ersetzt werden.
  • Turbo für Hitzeschutz in Mietwohnungen: Auch Mietende haben ein Recht auf Hitzeschutz. Simple Maßnahmen wie der Einbau von Außenjalousien dürfen nicht länger von Vermieter:innen und anderen Hausparteien blockiert werden können. Auch die mietrechtlichen Hürden für den Einbau von Wärmepumpen mit aktiver Kühlung müssen gesenkt werden.

Rückfragen & Kontakt

Marc Dengler
Klima- und Energieexperte
Greenpeace Österreich
Tel: +43 (0) 664 881 722 05
E-Mail: [email protected]

Annette Stolz
Leitung Pressearbeit
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 (0) 664 61 26 725
E-Mail: [email protected]

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