- 24.06.2026, 12:54:37
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„Größte Steckdose Wiens“: APG investiert 300 Mio. Euro in Umspannwerk Wien Südost
Bis 2035 entsteht zentraler Strom-Knotenpunkt f. Versorgungssicherheit, Integration Erneuerbarer, wirtschaftliche Entwicklung – Wirkung für ganz Ö, +100% Anschlussleistung für Wien

Mit der Modernisierung und Erweiterung der 380-kV-Schaltanlage im APG-Umspannwerk Wien Südost startet eines der wichtigsten Energieinfrastrukturprojekte des Landes: Auf Einladung des österreichischen Übertragungsnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG) nahmen heute Josef Taucher, SPÖ-Landtagsabgeordneter und Gemeinderat, Vorsitzender des Unterausschusses Wiener Stadtwerke (in Vertretung von Stadträtin Ulli Sima), Andreas Graf-Matzner, Vice President und Country Manager von CloudHQ Germany, Gerhard Fida, Vorsitzender der Geschäftsführung Wiener Netze sowie Gerhard Christiner, Vorstandssprecher APG am symbolischen Spatenstich teil.
Netzausbau: Grundlage für Lebens- und Wirtschaftsstandort Österreich
„Ein leistungsfähiges Netz ist das Rückgrat der Stromversorgung – nur wenn Erzeugung, Transport und Verbrauch ganzheitlich zusammenspielen, kann die Dekarbonisierung des Energiesystems gelingen,“ fordert APG-Vorstandssprecher Gerhard Christiner den Blick auf das große Ganze. Er ergänzt: „Unser Netzentwicklungsplan sieht Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund neun Milliarden Euro bis 2035 vor – damit schaffen wir die nächste Generation Stromnetz.“
Mit Blick auf das Megaprojekt in Unterlaa betont Christiner dessen Bedeutung für Wien, die Ostregion und die gesamte Republik: „Gerade Standorte wie Wien Südost sind von zentraler Bedeutung: Als Strom-Knotenpunkte fungieren sie wie gigantische Steckdosen, die erneuerbare Erzeugung, industrielle Transformation und digitale Infrastruktur integrieren. Mit der 300 Millionen Euro schweren Modernisierung schaffen wir neue Kapazitäten für stromintensive Kunden wie Rechenzentren. Darüber hinaus verdoppeln wir die Anschlussleistung Wiens und sichern die Versorgung der Bundeshauptstadt – sowie der gesamten Ostregion – für die nächsten Jahrzehnte. Dabei bauen wir die Anlage in den kommenden 10 Jahren Schritt für Schritt um, während sie gleichzeitig in voller Funktion bleibt und österreichweit das System stützt: Immerhin wurden im Jahr 2025 in Summe ca. 22 Terrawattstunden Strom über das Umspannwerk Wien Südost transportiert - das entspricht rund einem Drittel des österreichischen Jahresverbrauchs im öffentlichen Netz!“
Wien: Erneuerbare Energie für eine sichere, unabhängige Versorgung
Wien treibt den Ausbau der Erneuerbaren Energien konsequent voran, um eine unabhängige, sichere und leistbare Energieversorgung für die Wienerinnen und Wiener sicherstellen zu können.
Auch Josef Taucher, Vorsitzender des Unterausschusses Wiener Stadtwerke, ist überzeugt: „Wenn wir unabhängig von fossilen Brennstoffen von autoritären Regimen sein und die Menschen mit sicherer, leistbarer Energie versorgen wollen, müssen wir den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent weiterverfolgen. Damit stärken wir unsere Unabhängigkeit von ausländischen Energieanbietern beim Preis und erhöhen zugleich die Versorgungssicherheit. Leistbare Energie ist ein zentrales Thema für die Wiener*innen.“
Taucher betont: „Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist weit mehr als eine technische Notwendigkeit – er ist unser Versprechen für ein lebenswertes, unabhängiges Wien. Jeder Schritt weg vom Gas ist ein Schritt hin zu einer sicheren und leistbaren Zukunft für die Menschen in unserer Stadt. Wir bauen heute das Fundament für ein gutes Morgen, für unsere Kinder und Kindeskinder. Wien zeigt vor, wie eine Weltmetropole mit Herz und Vision auf Nachhaltigkeit umsattelt. Bis 2030 soll saubere Sonnenenergie in einem Viertel aller Wiener Haushalte Einzug halten. Bereits heute erzeugen rund 17.600 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 325 Megawattpeak sauberen Strom und versorgen umgerechnet über 91.000 Haushalte. Insgesamt werden wir in Wien mit den Wind-, Sonnen- und Wasserkraft-Anlagen die Erneuerbaren-Leistung bis 2030 auf bis zu 1.800 Megawatt mehr als verdoppeln und damit bereits alle Wiener Haushalte mit Ökostrom versorgen können. Diesen Weg verfolgen wir konsequent. Der Ausbau und die Erneuerung des Umspannwerks Wien Südost ist ein zentraler Schritt auf unserem Weg in Richtung Klimaneutralität und Versorgungssicherheit. Stabile Netze sind das Rückgrat für sichere erneuerbare Energie.“
40 Millionen Euro: Auch die Wiener Netze investieren in den Standort Wien Südost
„Die Wiener Netze sind als regionaler Netzbetreiber stolz auf ihre hohe Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent,“ konstatiert Gerhard Fida, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wiener Netze, und weiter: „Damit das auch in Zukunft so bleibt, planen wir vorausschauend und bauen unser Netz aus. Wie hier im Umspannwerk Südost gemeinsam mit der APG: Mit der Erneuerung und Erweiterung des Umspannwerks Südost wird auch der Höchstspannungsring der Stromversorgung Wiens als Backbone weiter verstärkt und abgesichert. Die Erneuerung der 380 kV-Schaltanlage und die neuen Transformatoren sowie zwei zusätzliche Schaltfelder der APG kommen direkt auch uns als regionalem Netzbetreiber, und damit den Kund*innen, Unternehmen und Haushalten in der Region zugute.“
Zeitgleich zu den Investitionen von APG investieren auch die Wiener Netz am Standort Wien Südost, Fida über die konkreten Maßnahmen: „Die Wiener Netze erweitern außerdem die 110 kV-Schaltanlage und binden einen neuen Riesen-Transformator ein. Durch die Neuerrichtung einer weiteren 110 kV- und einer 30 kV-Schaltanlage ermöglichen wir Einspeisungen weiterer Erneuerbarer Energie-Projekte. Wir investieren allein hier im Umspannwerk Südost 40 Millionen Euro. Und das ist nur eines von vielen Zukunftsprojekten: 13 Umspannwerke haben wir bis 2040 in Planung, pro Jahr investieren wir 490 Mio. Euro in die Energiewende. Wir nehmen mit der Netzplanung unser aller Zukunft in die Hand und gehen verlässlich voran!“
Leistungsfähige Stromnetze als Grundlage für die fortschreitende Digitalisierung
Andreas Graf-Matzner, Vice President und Country Manager von CloudHQ Germany über die Bedeutung einer zuverlässigen Stromversorgung für den Betrieb von Rechenzentren: „Für die digitale Infrastruktur der Zukunft braucht es vor allem eines: verlässliche, leistungsfähige Stromnetze, die Wachstum ermöglichen und Nachhaltigkeit nicht nur versprechen, sondern real umsetzen. Rechenzentren zählen zu den zentralen Bausteinen einer modernen, innovativen Wirtschaft – sie sind das Fundament für Cloud Services, KI Anwendungen und digitale Wertschöpfung. Damit diese Systeme sicher, effizient und klimafreundlich betrieben werden können, benötigen wir stabile Netzanbindungen und ausreichend Übertragungskapazitäten.
Das Projekt im Umspannwerk Wien Südost ist dafür ein Meilenstein. Die Modernisierung und der Ausbau der 380 kV Schaltanlage schaffen genau jene Voraussetzungen, die wir als Entwickler und Betreiber großer Rechenzentrumsstandorte brauchen: Planbarkeit, Versorgungssicherheit und die Integration erneuerbarer Energiequellen.“
Graf-Matzner sieht Wien als einen der spannendsten Digitalstandorte Europas: „Die Verdoppelung der Anschlussleistung für die Stadt und die Stärkung des Höchstspannungsrings sind entscheidende Schritte, um zukünftige Rechenzentrums Cluster, KI Infrastruktur und energieintensive digitale Dienste nachhaltig zu betreiben.
Als international tätiger Entwickler begrüßen wir daher die enge Zusammenarbeit mit APG und den Wiener Netzen. Sie zeigt, dass Energiewende und Digitalisierung keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Zukunftsstrategie sind. Mit diesem Projekt wird ein starkes Signal gesetzt: Wien ist bereit für die nächste Generation digitaler Infrastruktur – sicher, nachhaltig und international wettbewerbsfähig.“
Über Austrian Power Grid (APG)
Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit, sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst. Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67 Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben. Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026 (2025:595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind Wirtschaftsmotor und wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2035 rund 9 Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren.
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Austrian Power Grid
Mag. (FH) Mara Schwarz-Mitrovic
Telefon: +43 664 828 69 89
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