• 23.06.2026, 10:00:36
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Klimt, Schiele, Gerstl: „Noble Gäste" aus der Schweiz im Leopold Museum

Vier Meisterwerke aus der Stiftung Sammlung Kamm ergänzen die Dauerpräsentation „Wien 1900. Aufbruch in die Moderne".

Gustav Klimt (1862–1918), Italienische Gartenlandschaft, 1913, Öl
auf Leinwand, 110 x 110 cm, Kunsthaus Zug, Stiftung Sammlung Kamm
Wien (OTS) - 

Meisterwerke von Gustav Klimt, Egon Schiele und Richard Gerstl aus der Stiftung Sammlung Kamm sind als „noble Gäste“ im Rahmen der permanenten Ausstellung Wien 1900 ab sofort im Leopold Museum zu sehen. Sitz der Sammlung Kamm ist der Schweizer Kantonshauptort Zug, wo die Stiftung ihre Werke als Dauerleihgaben dem Kunsthaus Zug zur Verfügung stellt.

Zu den nun durch das Leopold Museum in Wien vorgestellten Werken gehören zwei bedeutende Landschaftsgemälde von Gustav Klimt (1862–1918) – die 1913 entstandene Italienische Gartenlandschaft und die Landschaft mit Bergkuppe aus dem Jahr 1916 –, die im großen Klimt-Raum auf Ebene 4 des Museums gezeigt werden. Auf Ebene 3 trifft man in den Richard Gerstl (1883–1908) gewidmeten Räumen auf eines der Hauptwerke Gerstls: das Gruppenbild mit Schönberg aus dem Jahr 1908, dem letzten Lebensjahr des radikalen Frühexpressionisten. Die vierte der neuen Leihgaben, die bis 4. Oktober im Leopold Museum zu sehen sind, ist ein frühes Meisterwerk des österreichischen Expressionisten Egon Schiele (1890–1918), das 1909 geschaffene, noch von Klimt beeinflusste Porträt des Malers Hans Massmann.

„Wir danken der Stiftung Sammlung Kamm für die hochkarätigen Leihgaben, die Ausdruck der langjährigen engen Kooperation unserer beiden Stiftungen sind. Aktuell ist das Museum in der glücklichen Lage – mit den beiden Leihgaben der Sammlung Kamm – insgesamt 22 bedeutende Werke von Gustav Klimt und somit eine der international größten permanenten Klimt-Gemälde-Präsentationen zeigen zu können. Das Museum besitzt darüber hinaus die weltweit größte Egon-Schiele-Sammlung und die umfangreichsten Dauerpräsentationen der Expressionisten Oskar Kokoschka und Richard Gerstl.“
Hans-Peter Wipplinger, Direktor des Leopold Museum

Die 1998 – vier Jahre nach der Leopold Museum-Privatstiftung – gegründete Stiftung Sammlung Kamm verfügt über die größte Kunstsammlung Europas zur Wiener Moderne außerhalb Österreichs. Die Stiftung Kamm wurde von den Nachkommen des Sammlerpaars Fritz und Editha Kamm-Ehrbar – eine gebürtige Wienerin – gegründet: Christa Kamm und ihr Bruder Peter Kamm mit seiner Frau Christine Kamm-Kyburz. Nach dem Leopold Museum besitzt die Kollektion die zweitgrößte Gerstl-Sammlung. Folgerichtig, dass die Sammlung Kamm auch die große Gerstl-Ausstellung des Leopold Museum Richard Gerstl. Inspiration ­– Vermächtnis im Jahr 2019 mit wichtigen Leihgaben unterstützte und das Kunsthaus Zug als Kooperationspartner für die Schau fungierte. Aktuell umfasst die Stiftung Sammlung Kamm über 400 Objekte, darunter Werke von Gustav Klimt, Richard Gerstl, Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Herbert Boeckl, Josef Hoffman und Fritz Wotruba sowie Werke der europäischen Avantgarde.

Die Inspiration zum Aufbau einer Kunstsammlung erhielt das Ehepaar Kamm vom bedeutenden österreichischen Bildhauer Fritz Wotruba, der im Zweiten Weltkrieg vor dem nationalsozialistischen Regime mit seiner jüdischen Frau in die Schweiz flüchten musste. Auf den Rat Wotrubas hin erwarb Fritz Kamm im Jahr 1953 Lea Bondi-Jarays Wiener Galerie Würthle, die Wotruba bis 1964 leitete. 1967 trat der Sammler und spätere Leopold Museum-Gründer Rudolf Leopold aufgrund seines Interesses an den Werken Richard Gerstls erstmals mit der Familie Kamm in Kontakt. Von den frühen 1970er- bis in die 1990er-Jahre kam es zu einem regen und freundschaftlichen Austausch zwischen Peter Kamm und Rudolf Leopold, verbunden mit Bildertauschgeschäften, die zur Komplettierung beider Sammlungen im Bereich der Wiener Moderne beitrugen.

Rückfragen & Kontakt

Leopold Museum-Privatstiftung
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Mag. Klaus Pokorny
T +43 1 525 70 - 1507

Mag. Maria Schneeweiß, BA MA
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