• 19.06.2026, 15:05:33
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TKG fordert sofortige Löschung des Hass-Postings der ÖVP zum Integrationsbarometer 02/2025

CDU-Krefeld-Skandal: Menschenfeindliche Hetze und Stigmatisierung jeder Art dürfen weder in Deutschland noch in Österreich salonfähig werden

Hass beginnt selten mit Gewalt. Hass beginnt oft mit Sprache,
Framing und der pauschalen Problematisierung ganzer Gruppen.
Wien (OTS) - 

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG – Think Tank) fordert die sofortige Löschung eines auf Social Media verbreiteten ÖVP-Postings, das unter Berufung auf das Integrationsbarometer 02/2025 des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) pauschalisierende und stigmatisierende Aussagen über Muslime verstärkt.

Anlass ist ein menschenverachtendes Video aus Deutschland, in dem ein 23-jähriges CDU-Mitglied aus Krefeld sagte:

Wir haben früher die Juden vergast, und jetzt vergasen wir die Muslime.

Nach Auffassung der TKG steht diese Aussage nicht isoliert. Hass entsteht selten über Nacht. Er beginnt oft mit Sprache, Framing und der pauschalen Problematisierung ganzer Gruppen.

Die TKG warnt als freiheitlich-demokratische und säkulare NGO seit 18. Dezember 2025 vor den gesellschaftlichen Folgen des Integrationsbarometers 02/2025. Bereits damals wurde darauf hingewiesen, dass die Studie geeignet ist, Vorurteile zu verfestigen und Muslime als kollektives Problemfeld darzustellen.

Besonders problematisch ist, dass die ÖVP das Integrationsbarometer öffentlich als Quelle verwendete und mit der Frage warb:

„Wussten Sie, dass zwei Drittel das Zusammenleben mit Muslimen als schwierig empfinden?“

Die TKG forderte bereits am 18. Dezember 2025 die Löschung dieser stigmatisierenden Inhalte. Statt Korrektur folgten politische Weiterverbreitung und mediale Instrumentalisierung. Besonders schwer wiegt, dass die ursprüngliche Version des Integrationsbarometers später stillschweigend entfernt und in geänderter Form erneut veröffentlicht wurde.

Die TKG fordert daher die sofortige Löschung des Postings sowie ein Ende jeder politischen Instrumentalisierung, die Muslime unter Generalverdacht stellt.

TKG: "Nein zu politisiertem Glauben und politisierter Religion in allen gesellschaftlichen Bereichen – insbesondere im öffentlichen Raum und in staatlichen Institutionen. Ja zur vollständigen Säkularität des Staates – auf Basis von Gewaltenteilung, freiheitlicher Demokratie und einem starken Rechtsstaat gegen jede Form des Machtmissbrauchs, insbesondere durch jene, die auf Kosten der Öffentlichkeit schalten und walten. Nein zum Missbrauch der Religion. Nein zu Stigmatisierung jeder Art – besonders dann nicht, wenn sie von staatlichen Stellen in Österreich unter parteipolitischer Verantwortung ausgeht. Wer Extremismus bekämpfen will, muss Täter und Kriminelle bekämpfen – insbesondere in Brennpunkten wie Favoriten oder anderen belasteten Bezirken durch konsequente Polizeipräsenz des vom ÖVP geführten Innenministeriums – und nicht rund 800.000 in Österreich lebende Musliminnen und Muslime, die äußerst unterschiedlich und plural sind, unter Generalverdacht stellen."

Die TKG fordert, haltlose Unterstellungen und Drohungen aller Art gegen die TKG unverzüglich zu unterlassen.

Rückfragen & Kontakt

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG-Think Tank)
Dr Melissa Günes
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.turkischegemeinde.at

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