- 19.06.2026, 06:00:33
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Greenpeace-Analyse: Große Hitzebelastung in 27 von 80 untersuchten Städten, Grünanteil entscheidend
Greenpeace fordert Begrünungs-Offensive zum Hitzeschutz - Städte sollen jetzt NaturStadt-Garantie unterzeichnen
Anlässlich der akuten Hitzewelle hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Hitzebelastung in Österreichs Städten im Hinblick auf deren Grünflächenanteil untersucht. Die Analyse der 80 bevölkerungsreichsten Städte des Landes zeigt: Sechs Städte litten 2025 unter sehr großer Hitzebelastung, weitere 21 unter großer Belastung. Einige untersuchte Stadtzentren sind durch viel Grün schon gut gegen innerstädtische Hitze gerüstet, andere müssen dringend grüner werden. Greenpeace nimmt das zum Anlass, die Städte in die Pflicht zu nehmen: Mit der „NaturStadt-Garantie“ können Städte ihren Bewohner:innen verbindlich zusichern, den Grünflächenanteil zu erhöhen und die urbane Hitze effektiv zu bekämpfen.
Melanie Ebner, Expertin für Boden- und Naturschutz bei Greenpeace Österreich: “Bäume und Grünflächen sind das beste Mittel gegen Hitze, denn sie kühlen ihre Umgebung spürbar. Gerade in der akuten Hitzewelle merkt man schnell, wo schattenspendende Bäume und kühlende Grünflächen fehlen. Unsere Analyse zeigt: In zahlreichen Städten in Österreich wird es oft unerträglich heiß. Beton und Asphalt verstärken diesen Effekt. Bäume, Hecken und Blühflächen können hier Abkühlung bringen.”
Der aktuelle Hitze-Check baut auf einer groß angelegten Satellitendaten-Analyse (https://act.gp/4w06pOg) auf, bei der Greenpeace die Grünflächen der 80 größten Städte ab 10.000 Einwohner:innen unter die Lupe genommen hat. Die Zusammenführung dieser Daten mit der Anzahl der Hitzetage im Vorjahr verdeutlicht nun, wo der Bedarf für Begrünung am akutesten ist.
Besonders viele Hitzetage hatten im Vorjahr Städte im Süden und Osten Österreichs. Mit einer sehr hohen Belastung durch zahlreiche Hitzetage mit 30°C und mehr im Vorjahr stechen Wolfsberg, St. Veit, Völkermarkt, Wien, Eisenstadt und Leibnitz hervor. Während der Stadtkern von Leibnitz zumindest einen moderaten Grünanteil von rund 36.8 Prozent aufweist, ist die Lage vor allem in Wolfsberg sehr kritisch: Hier trifft die höchste Hitzebelastung (40 Hitzetage) auf den mit Abstand geringsten Grünanteil im Stadtzentrum (17.5 Prozent). In allen sechs Städten besteht dringender Handlungsbedarf.
Darauf folgend verzeichnen Innsbruck, Feldkirchen, Villach und Seiersberg-Pirka 2025 eine hohe Hitzebelastung. Innsbruck hatte 2025 32 Hitzetage mit Temperaturen von zumindest 30°C. Die 25 Prozent Grünflächenanteil im Zentrum bringt kaum ausreichende Abkühlung. Klosterneuburg (29 Hitzetage) und Groß-Enzersdorf (31 Hitzetage), erlebten 2025 zwar ebenso eine vergleichsweise hohe Anzahl an Hitzetagen, dort verschafft jedoch ein Grünanteil von über 45 Prozent im Stadtkern zum Teil bereits Kühlung.
Zu den Städten, die im Vorjahr eine vergleichsweise moderate Anzahl an Hitzetagen verzeichneten, zählen Krems an der Donau mit 28 Hitzetagen, gefolgt von Tulln, Stockerau und Strasshof an der Nordbahn mit je 27 Tagen über 30°C. Während die Stadtzentren von Lustenau, Bad Vöslau und Ebreichsdorf bei mittlerer Hitzebelastung bereits einen Grünanteil von über 45 Prozent erreichen, besteht in Wörgl, Lienz und Vöcklabruck noch deutlicher Begrünungsbedarf, um die Menschen im Stadtzentrum vor der Sommerhitze zu schützen.
“Der beste Zeitpunkt, um österreichs Städte langfristig gegen Hitzewellen zu wappnen, ist jetzt. Denn je schneller schattenspendende Bäume und kühlende Grünflächen die Chance haben zu wachsen, desto besser können sie den betroffenen Menschen erholsame Abkühlung bringen. Einige Städte in Österreich sind schon jetzt NaturStadt-Pioniere und schaffen mit viel Grünraum im Stadtzentrum spürbare Erleichterung. Wir laden nun alle Städte ein, sich zu weniger Beton und mehr Natur zu bekennen und ihren Bürger:innen eine NaturStadt-Garantie zu geben” , so Ebner abschließend.
Hier finden Sie die Übersichtstabelle der Hitzetage und Grünflächen: https://act.gp/Hitze-Grünflächen
Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie hier: https://act.gp/44l4QOM
Unter Angabe der Credits stehen die Fotos kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Rückfragen & Kontakt
Melanie Ebner
Expertin für Bodenschutz & Naturschutz
Greenpeace in Österreich
Tel.: +43 (0) 664 46 15 019
E-Mail: [email protected]
Magnus Reinel
Pressesprecher
Greenpeace in Österreich
Tel.: + 43 (0) 664 8817 2210
E-Mail: [email protected]
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