• 18.06.2026, 15:18:02
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WKÖ-Danninger: Bürokratieabbau und Senkung der Lohnnebenkosten sind Gebot der Stunde

IMD-Ranking zeigt, dass Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit oberste Priorität hat

Wien (OTS) - 

Im aktuellen IMD World Competitiveness Ranking 2026 ist Österreich um 3 Ränge auf Platz 29 von insgesamt 70 bewerteten Ländern zurückgefallen. „Dieser Befund dokumentiert, dass Österreich an Standortqualität verloren hat und zeigt einmal mehr die Notwendigkeit, effektiv und strategisch gegenzusteuern. Der Reformkurs ist alternativlos. Die Entlastung der Unternehmen, allen voran die durchgesetzte Senkung der Lohnnebenkosten sowie der Bürokratieabbau sind dringendes Gebot der Stunde“, betont Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Vor allem bei Themen der Administration schneidet Österreich in dem IMD-Ranking schlecht ab. So erreichen wir etwa bei der Effizienz der öffentlichen Verwaltung nur Platz 43.
Danninger: „Unter den mehr als 100 Punkten im aktuellen Bürokratieabbau-Paket finden sich viele wichtige Maßnahmen, die von der Wirtschaftskammer eingebracht wurden und Erleichterungen für viele Betriebe bringen werden. Wichtig ist, dass diese Schritt für Schritt in Umsetzung kommen und die Entlastung von bürokratischen Lasten bei den Betrieben spürbar ankommen.“

Standort Europa unter Druck
Der bisherige Spitzenreiter im Ranking, die Schweiz, verlor zwei Plätze (auf Rang 3). Als Land mit der besten Wettbewerbsfähigkeit geht Singapur aus dem Ranking hervor, gefolgt von Hongkong. Dass auch Österreichs Nachbarländer im Ranking zurückgefallen sind, kann als Zeichen dafür gewertet werden, wie stark der Druck auf den gesamten Wirtschaftsstandort Europa im internationalen Wettbewerb gestiegen ist. „Das veränderte internationale Umfeld, geprägt von Protektionismus und massiven Spannungen, stellt Europas Betriebe vor große neue Herausforderungen, auf die wir mit gebündelten Kräften Antworten finden müssen“, so Danninger. Deswegen sei es sehr zu begrüßen, dass die Industriestrategie nicht nur strategische Maßnahmen auf nationaler Ebene vorsieht, sondern auch die europäische Dimension der Standortpolitik unterstreicht. „Gerade für uns als kleines, exportorientierts Land ist das unerlässlich.“

Generell dürfe man nicht außer Acht lassen, dass Österreich immer noch ein ausgezeichneter Standort mit vielen Stärken ist. „Die langfristige Absicherung dieser Stärken und der Ausbau von Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz müssen klar im Vordergrund stehen“, so Danninger abschließend. (PWK305/PAT)

Rückfragen & Kontakt

Valentin Petritsch, MSC
Wirtschaftskammer Österreich
T 0590900 4462
E [email protected]

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