- 18.06.2026, 12:49:02
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Hammer/Grüne zur Schweiz: AKW-Kehrtwende ist fatales Signal
Festhalten an Atomkraft bremst die Energiewende
„Atomkraft ist keine Antwort auf die Energie- und Klimakrise – sie ist riskant, extrem teuer und viel zu langsam. Dass die Schweiz hier nun eine Kehrtwende einlegt, ist ein fatales Signal", sagt Lukas Hammer, Umwelt- und Energiesprecher der Grünen anlässlich der heutigen Abstimmung im Schweizer Parlament.
Das Schweizer Parlament hat heute dafür gestimmt, das geltende Verbot von Atomkraftwerk-Neubauten aufzuheben. Damit soll der Weg für neue Kernkraftwerke freigemacht werden. Entscheiden wird letztendlich die Bevölkerung.
Hammer ortet in dem Schritt ein verheerendes Signal in die falsche Richtung: „Atomkraft ist nicht nur hochgefährlich, sondern vor allem eines: zu teuer. Neubauten in Europa zeigen immer wieder, dass sowohl Kosten als auch Bauzeiten explodieren. Jeder Cent, der heute noch in die Atomkraft gesteckt wird, fehlt für den Ausbau leistbarer und sicherer erneuerbarer Energieträger."
Die Entscheidung des Parlaments unterstreicht laut Hammer einen besorgniserregenden Trend: Statt konsequent auf die Energiewende zu setzen, werden mit Atomkraft alte Sackgassen neu beschritten. Österreich hat mit seinem verfassungsrechtlich verankerten Atomverbot und einem parteiübergreifenden Konsens einen anderen, richtigen Weg gewählt, diesen gilt es auch auf europäischer Ebene konsequent zu verteidigen.
Auch die Entwicklung in der Schweiz sei für Österreich keine abstrakte Angelegenheit: „Neue Atomkraftwerke in der Schweiz wären grenznahe Anlagen. Das birgt viele Risiken für die österreichische Bevölkerung. Die Bundesregierung ist daher gefordert, sich aktiv und unmissverständlich gegen AKW-Neubauten in der Schweiz, insbesondere gegen grenznahe AKWs, auszusprechen“, so Hammer abschließend.
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