- 18.06.2026, 09:00:33
- /
- OTS0025
Samariterbund: Gefahren bei Hitze und beim Baden nicht unterschätzen
Vor dem heißen Wochenende gibt der Samariterbund Tipps für Gesundheit und sicheres Badevergnügen.
Österreich steht vor einer Hitzewelle. Mit den steigenden Temperaturen wächst auch die Belastung für den menschlichen Körper. Gleichzeitig zieht es viele Menschen zur Abkühlung ans Wasser. Der Samariterbund informiert über die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen bei Hitze und beim Baden.
Wenn die Hitze zur Belastung wird
Samariterbund-Bundeschefarzt Prof. Dr. Michael Gruska warnt davor, „die Hitze auf die leichte Schulter zu nehmen. Ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder, chronisch kranke Patientinnen und Patienten, Personen, die im Freien arbeiten, und schwangere Frauen haben jenseits der 30 Grad oft mit körperlichen Symptomen zu kämpfen: Hitzeerschöpfung, Sonnenstich und Kreislaufprobleme sind die häufigsten Folgen – bis hin zu Hitzestau oder Kollaps. Achten Sie daher auf die Menschen in Ihrem Umfeld, motivieren Sie sie zum regelmäßigen Trinken – und zögern Sie nicht, bei kritischen Anzeichen unter der Telefonnummer 144 einen Notruf abzusetzen.“
Jedes Jahr sterben in Österreich mehr Menschen an den Folgen von Hitze als bei Unfällen im Straßenverkehr. In den Städten spürt man Hitzewellen stärker als im ländlichen Raum, wo es untertags im Schnitt um rund 2,5 Grad kühler ist als in aufgeheizten Stadtzentren. In den Nachtstunden beträgt die Differenz aufgrund der von Mauerwerk und asphaltierten Straßen gespeicherten Wärme sogar vier bis fünf Grad.
An besonders heißen Tagen wird die Rettung um bis zu 20 Prozent öfter zu medizinischen Notfällen gerufen als im Jahresdurchschnitt. Beim Samariterbund ist man für die heißen Tage gerüstet. In den Einsatzfahrzeugen sorgen Klimaanlagen für coole Köpfe – sowohl bei den Patient:innen als auch bei den Sanitäter:innen.
Besondere Vorsicht beim Baden mit Kindern
Viele Menschen suchen bei hohen Temperaturen Abkühlung in Seen, Flüssen oder Freibädern. Doch auch dort ist Vorsicht geboten: In Österreich ertrinken jedes Jahr rund 40 Menschen. Die Wasserrettung des Samariterbundes appelliert daher insbesondere an Eltern und Aufsichtspersonen, Kinder beim Baden niemals aus den Augen zu lassen. Amina Höfinger, versierte Rettungsschwimmerin und Beiratsvorsitzende der Wasserrettung des Samariterbund Österreichs, betont: „Schwimmhilfen wie Flügerln oder Reifen ersetzen niemals die Aufsichtspflicht der Erwachsenen. Lassen Sie Kinder nie unbeobachtet in der Nähe von Wasser spielen. Es reicht nicht, wenn sich Kinder in Hörweite befinden, denn das Ertrinken passiert lautlos.“
Auch Erwachsene sollten beim Baden vorsichtig sein. „Der Körper benötigt Zeit, um seine eigene Temperatur an die des Wassers anzupassen“, weiß Höfinger. „Wer bei Hitze ins kühle Wasser springt, riskiert einen Kälteschock, da sich die Adern schlagartig verengen und der Blutdruck rasant stark ansteigt. Wir raten daher dringend, sich abzuduschen, bevor man ins Wasser geht, und danach tauchen Sie am besten nur langsam hinein.“
Rückfragen & Kontakt
ASBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Georg Biron
Telefon: +43 664 46 000 23
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.samariterbund.net
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARB






